Pressemitteilung

BARMER GEK und Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin: Brücken schlagen für psychisch Kranke in Berlin

08.01.14, Berlin Hedwig Kliniken

 

 

 

 

Psychisch kranke Menschen in Berlin besser versorgen – das ist Ziel eines neuen Behandlungskonzepts. Erprobt wird es seit Jahresbeginn von den Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin und der BARMER GEK. Kerngedanke des auf acht Jahre angelegten Modells ist, dass Patienten nach stationären Behandlungen kontinuierlich weiter betreut werden. Akute Erkrankungen und Krisen sollen nach Möglichkeit ambulant behandelt und eine stationäre Therapie dadurch verkürzt werden. Patienten können auch zu Hause behandelt werden, wenn dies erforderlich ist.

„Stärkere Vernetzung zwischen Versorgungssektoren hat viele Vorteile – gerade für psychisch kranke Menschen. Sie hilft den Patientinnen und Patienten ganz individuell, ermöglicht neue Gestaltungsspielräume und fördert Übergänge. Wir schlagen damit Brücken und lernen wie man die Versorgung für den Einzelnen bedarfsgerecht gestaltet“, erläutert Claudia Korf, Landesgeschäftsführerin der BARMER GEK Berlin/Brandenburg, das gemeinsame Vorhaben. Mit den Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin habe man sich für einen Partner entschieden, der in früheren Projekten stets für hohe Qualität gebürgt habe. Eine Besonderheit des Konzeptes sei, dass es sich nicht an einzelne Personen richte oder nur bestimmte Gruppen Erkrankter einschließt. „Von dem Modell können alle unsere Versicherten profitieren, deren psychiatrische oder psychosomatische Erkrankung einer Behandlung im Krankenhaus oder einer Institutsambulanz bedarf“, so Korf.

Für Prof. Dr. Jürgen Gallinat, Chefarzt der Alexianer St. Hedwig Kliniken, besteht der wesentliche Vorteil des Modellvorhabens in der Kontinuität, die Patienten beim Übergang zwischen Versorgungsbereichen erleben. „Ein wichtiges Prinzip ist die personelle Beständigkeit, die Patienten müssen sich also nicht ständig an neue Gesichter gewöhnen.“ Die Behandlung orientiere sich an Schweregrad und Erkrankungsphase, angestrebt werde zudem eine möglichst geringe Zahl an Schnittstellen oder Brüchen im therapeutischen Angebot. „Das gesamte Behandlungskonzept ist darauf ausgerichtet, die ideale Dosis an Versorgung zu bieten“, so Gallinat. Das führe gleichzeitig zu stark individualisierten therapeutischen Abläufen. Dadurch könnten sowohl psychisch schwer kranke Patienten als auch Menschen in leichten Lebenskrisen besser geholfen werden.

Rechtliche Grundlage für den Vertrag ist der § 64b des Sozialgesetzbuches V. Das Modellvorhaben ist das erste dieser Art in Berlin. Beteiligt sind daran die Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin mit dem St. Hedwig-Krankenhaus in Berlin-Mitte und dem Krankenhaus Hedwigshöhe in Treptow-Köpenick. Vergütet wird die Behandlung der Patientinnen und Patienten durch ein jährlich vereinbartes Gesamtbudget. Das Modellvorhaben wird wissenschaftlich begleitet. Ein Team des Centrums für Human- und Gesundheitswissenschaften an der Charité Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey soll erste Ergebnisse noch während der Projektlaufzeit vorlegen. Die BARMER GEK versichert in Berlin rund 420.000 Menschen.


Pressekontakt

Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH

Brigitte Jochum, Telefon 030 23 11 25 51

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailE-Mail  

 

BARMER GEK

Viola Matzke, Telefon 0800 332060 444006

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailE-Mail

« zurück

Kontakt

Brigitte Jochum

Leiterin Unternehmenskommunikation
St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH 

Tel.: (030) 67 41 - 25 40 und 23 11 - 25 51
Fax: (030) 67 41 - 25 06
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailE-Mail