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Seminar:
Patienteninformationsveranstaltung: Schilddrüsenkropf: Welche Therapie ist sinnvoll?

20.11.18


So unnütz wie ein Kropf - wer kennt sie nicht - die Redewendung. Doch nur wenige wissen, was sich hinter einem Kropf - medizinisch auch als Struma bezeichnet - verbirgt.

Eine „Struma“ ist definiert als tastbare, sichtbare und/oder mit dem Ultraschall gemessene Vergrößerung der Schilddrüse. Sie kann Ausdruck verschiedener Krankheiten sein. Erkrankungen der Schilddrüse sind in Deutschland überaus häufig, wobei die Häufigkeit mit dem Alter zunimmt. Rund 50 Prozent der  erwachsenen Bevölkerung in Deutschland sind betroffen.  

Zusammen mit einer persönlichen und auch familiären Anlage ist Jodmangel die wichtigste Ursache für die Entstehung eines Kropfes. So erklärt sich auch das deutliche Süd-Nord-Gefälle der Krankheitsverteilung. In Gebieten mit guter Jodversorgung, wie zum Beispiel in den USA, sind Vergrößerungen der Schilddrüse wesentlich seltener als bei uns in Deutschland.


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Betroffene? Neben der Behandlung mittels Medikamenten wie Radiojod oder Hormonpräparaten, besteht die Möglichkeit einer Schilddrüsenoperation. Je nach Art und Schwere der Erkrankung wird sie als Primärmaßnahme oder dann, wenn andere Therapieformen erfolglos waren, durchgeführt. In den letzten Jahren ist die Operationstechnik ständig weiterentwickelt und verfeinert worden. Durch eine zuverlässigere Diagnostik, schonende Narkoseverfahren und spezifische Medikationen wurde darüber hinaus das chirurgische Behandlungsrisiko stark gesenkt.

Weitere Informationen zur Therapie der vergrößerten Schilddrüse erhalten Sie am 20. November 2018 ab 18.00 Uhr in der kostenlosen Informationsveranstaltung im Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe. Ulrich Zappe, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Krankenhaus Hedwigshöhe, beantwortet im Anschluss gern Ihre Fragen.

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