Pflegefachkompetenz: Bobath-Konzept

Das Bobath-Konzept ist ein bewegungstherapeutisches Behandlungskonzept, das für Menschen jeder Altersgruppe mit angeborenen bzw. erworbenen zerebralen Bewegungsstörungen, Entwicklungsverzögerungen, sensomotorischen Störungen sowie mit neuromuskulären Erkrankungen angewandt werden kann.

Andrea Schubert, Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der geriatrischen Station, hat 2015 die Weiterbildung zur Bobath-Trainerin bei der Opens external link in new windowBIKA© absolviert. Seitdem hat sie das Opens external link in new windowBobath Konzept für die geriatrische Klinik im Krankenhaus Hedwigshöhe verfasst und ist sowohl geplant als auch konsiliarisch auf den Stationen präsent.

Um das erlernte Wissen kontinuierlich im Alltag umzusetzen, begleitet die Bobath-Trainerin alle geschulten Mitarbeiter in der direkten Patientenversorgung, leitet neue Mitarbeiter und Auszubildende an und unterrichtet zudem in der Opens internal link in current windowAlexianer Akademie für Gesundheitsberufe Berlin/Brandenburg.

Die „Methoden" des Bobath-Konzeptes sind Lernangebote, die dem Patienten nach einem individuellen pflegerischen Befund von Problemen, Ressourcen und Pflegezielen wiederholt und gezielt entgegengebracht werden.

Lernangebote der Pflegetherapie sind insbesondere die Lagerung (Vermeidung bzw. Hemmung von assoziierten Reaktionen), das Handling (Bewegungsanbahnung) und das Selbsthilfetraining (Anbahnung der Selbstpflegefähigkeit).

Das Bobath-Konzept ist ein sogenanntes 24-Stunden-Konzept, das interdisziplinär von Pflegenden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Ärzten angewandt wird. Das Handling ist im Therapieplan verankert und wird auf der Opens internal link in current windowgeriatrischen und Opens internal link in current windowgerontopsychiatrischen Station im Krankenhaus Hedwigshöhe seit mehreren Jahren angewandt.

Ziel ist dabei, die Selbstständigkeit des Patienten in den Aktivitäten des täglichen Lebens zu verbessern oder zu erhalten. Dauernde Pflegebedürftigkeit und Abhängigkeit von fremder Hilfe kann so in vielen Fällen verhindert werden.

Die Patienten lernen ihren Körper wieder besser wahrzunehmen und erlangen Mut und Selbstvertrauen zur Eigenbewegung. Somit gibt es nicht nur einen Nutzen für den Patienten, sondern auch einen ökonomischen Nutzen für das Gesundheitssystem.

Die Patienten auf der geriatrischen Station haben ein hohes Alter und sind häufig multimorbide erkrankt. Häufige Krankheitsbilder sind z. B. Schenkelhalsfrakturen sowie Hüft- und Knie TEP´s.

Patienten mit internen und neurologischen Erkrankungen (z. B. Parkinson), mit Schlaganfall oder Hirnblutungen stellen hier einen geringen Anteil dar.

Die Behandlung nach dem Bobath-Konzept trägt in hohem Maße zur Kontraktur-, Dekubitus- und Pneumonieprophylaxe bei und kann somit helfen, nosokomiale Erkrankungen zu verhindern.

Alle Pflegemitarbeiter und ausgewählte Physiotherapeuten absolvieren einen 14-tägigen Grundkurs und später folgend einen Refresherkurs, der von Bobath Konstrukteurinnen der BIKA© geleitet wird.

Nicht zuletzt ist noch zu erwähnen, dass die Arbeit nach dem Bobath-Konzept eine rückenschonende Wirkung für den Behandelnden hat, was sich gesundheitserhaltend oder gesundheitsfördernd bei den Mitarbeitern auswirkt.

Der Ablauf des Bobath-Konzept´s und die Kontaktmöglichkeiten sind in einem Standard festgehalten und somit über das QM-Handbuch für alle Mitarbeiter zugänglich.

Kontakt

Ann-Christin Reimer

Pflegedirektorin

Sekretariat

Elvira Bergner

Tel.: (030) 67 41 - 25 00
Fax: (030) 67 41 - 25 04
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Büro der Pflegedirektorin:
Villa, 2. Etage