Pflegefachkompetenz: Wundmanagement

Chronische oder schlecht heilende Wunden verursachen Schmerzen, Einschränkungen der Mobilität und können die Lebensqualität erheblich einschränken. Operative Eingriffe, die Behandlung von diabetischen Erkrankungen oder andere Risikofaktoren können die Wundheilung erschweren oder zu chronischen Wunden führen. Deshalb sind aktuelle Kenntnisse über die sachgerechte Beurteilung, Dokumentation und Beratung sowie eine moderne, phasengerechte Wundversorgung unerlässlich.

Im Krankenhaus Hedwigshöhe kümmern sich zertifizierte Wundexperten in enger Zusammenarbeit mit den Ärzten um die Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden, und tragen dazu bei, die Heilung von Wunden zu fördern.

Sven Dreißig, Gesundheits- und Krankenpfleger auf der Intensivstation beteiligt sich bereits seit Jahren an der Arbeitsgruppe „Wundmanagement“ im Krankenhaus Hedwigshöhe.

Um sein Fachwissen zu vertiefen, hat er 2013 das Opens external link in new windowBasisseminar Wundexperte® (ICW) besucht und absolviert derzeit das Aufbauseminar: Opens external link in new windowFachtherapeut Wunde® (ICW), mit folgenden Schulungseinheiten:

  • Pathophysiologie, Anamnese und allgemeine Diagnostik chronischer Wunden
  • Ulcus Cruris Venosum, Arteriosum, Mixtum
  • Dekubitus
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Spezielle Wundarten
  • Tumorwunden
  • Thermisch bedingte Wunden
  • Dermatologische Wunden
  • Postoperative Wundheilungsstörungen
  • Schmerz

Im Rahmen eines Konsildienstes ist der Wundmanager Ansprechpartner bei allen Fragen rund um das Thema Wunde. Gemeinsam mit den anderen Wundexperten der Stationen informiert, berät und leitet er die Kollegen fachkompetent im Rahmen der Wundprophylaxe und bei Verbandwechseln an. 

Ein Standard zur Wundversorgung sichert klare Aufgabenbereiche und Tätigkeitsfelder. (Auszug):

  • Fachgerechte Wundversorgung nach aktuellen Kenntnissen
  • Beurteilung und Dokumentation chronischer und/oder schlecht heilender Wunden mit anschließender Empfehlung zur Weiterbehandlung
  • Planung und Durchführung von Wundvisiten
  • Teilnahme an Pflegevisiten Arbeitsgruppenleitung der „AG Wundmanagement“
  • Weiterentwicklung des Standards
  • Aufbau und Fortführung eines standardisierten Screenings, einzelner diagnostischer Maßnahmen und Therapien in Absprache mit dem ärztlichen Dienst
  • Erstellung eines Behandlungs- und Empfehlungsberichtes
  • Beratung der Patienten und deren Angehörige zur Versorgung von chronischen und/oder schlecht heilenden Wunden
  • Stationsübergreifende Erfassung aller chronischen und Problemwunden und den erfolgten Maßnahmen, jährliche Auswertung in der Pflegedirektion
  • Evaluation aller Maßnahmen nach Kriterien der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit
  • Durchführung interner Schulungs-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen mit praktischen Beispielen zum Thema „Wundmanagement“
  • Einsatz und Entwicklung erlössteigernder Maßnahmen

 

 

Mit Blick auf bestmögliche Therapieergebnisse, sowie Qualität und Kosten der Wundbehandlung, sind im interdisziplinären Versorgungsprozess chronischer Wunden eine koordinierte, leitlinien-gestützte Zusammenarbeit aller Beteiligten und besondere Fachkenntnisse gefragt. 

Regelmäßige Fort- und Weiterbildung, die berufsübergreifende Zusammenarbeit und die Fachex-pertise der Hygieneabteilung fördert die Versorgungsqualität von chronischen Wunden. Davon profitieren die Patienten mit schnellerer Schmerzfreiheit, rascherer Genesung, besserer Mobilität und Verbesserung der Lebensqualität.

Die Abläufe für das Wundmanagement und die Kontaktmöglichkeiten sind in einem Standard festgehalten und über das QM-Handbuch für alle Mitarbeiter zugänglich.

Kontakt

Ann-Christin Reimer

Pflegedirektorin

Sekretariat

Elvira Bergner

Tel.: (030) 67 41 - 25 00
Fax: (030) 67 41 - 25 04
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Büro der Pflegedirektorin:
Villa, 2. Etage