Borromäerinnen


Das St. Hedwig-Krankenhauses wurde im September 1846 von den Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus (Borromäerinnen) in Betrieb genommen, die bis heute im Haus präsent sind und den Geist des Hauses prägen.

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus zu Trier ist hervorgegangen aus einer Wohlfahrtsstiftung des Emmanuel Chauvenel, einer sogenannten "Charité", die er 1652 zu Nancy (Lothringen) errichtete.

 

Angeregt durch den Geist des Evangeliums übernahmen die Schwestern die Aufgabe, "arme Kranke, die jeder Hilfe entbehren, zu besuchen, ihnen zu helfen, sie zu trösten und Sorge zu tragen, dass ihnen die Sakramente der Kirche gespendet werden".

 

Der Gründer stellte seine Stiftung unter den Schutz der Heiligen Familie und gab den Mitgliedern den Namen "Schwestern von der Heiligen Familie". Nach einem ihnen zugewiesenen Haus "Saint Charles" wurden sie vom Volk "Schwestern von der Charité St. Charles" und später in Deutschland "Borromäerinnen" genannt. Ihre Hauptpatrone sind daher die Heilige Familie und der hl. Karl Borromäus.

 

Seit 1810 breitete sich die Kongregation auch in Deutschland, besonders im Bistum Trier, aus. Im Jahr 1849 wurde für die deutschen Niederlassungen eine eigene Provinz errichtet mit dem Provinzialmutterhaus in Trier. Bedingt durch den preußischen Kulturkampf wurde die Provinz 1872 von Rom als selbstständige Kongregation erklärt mit dem Mutterhaus in Trier. Daher sind sie in Deutschland auch als Trierer Borromäerinnen bekannt.

 

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus zu Trier ist eine Kongregation päpstlichen Rechts (1859) mit apostolisch-caritativer Tätigkeit.

 

Die Schwestern wirken in Deutschland, Niederlande und Tansania in der Kranken- und Altenpflege, in der Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Kindergärten, Kindertagesstätten und Horten, in Heimen und Schulen, in verschiedenen Seelsorgebereichen, in der Aussiedlerbetreuung und in der Wirtschaftsführung kirchlicher Einrichtungen.

 

Seit 1970 sind alle sieben Kongregationen der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus, die aus dem Stamm-Mutterhaus Nancy hervorgegangen sind, in einer Föderation verbunden.

 

Die Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus haben seit der Gründung des St. Hedwig-Krankenhauses die unterschiedlichsten Aufgaben wahrgenommen und die christliche Atmosphäre im Krankenhaus geprägt. Hier haben zeitweise 80 Ordensschwestern gewirkt. Noch heute sind die Borromäerinnen in der Krankenhausseelsorge und in verschiedenen anderen Diensten im Krankenhaus tätig.

Kontakt


Schwester Oberin

M. Waltraud Schnitker

Tel.: (030) 23 11- 25 24