Heilige Hedwig

Statue der hl. Hedwig im Empfangsbereich des St. Hedwig-Krankenhauses


Die heilige Hedwig ist Namensgeberin des St. Hedwig-Krankenhauses.

 

Mulier fortis "ein starkes Weib" war in der päpstlichen Urkunde zu lesen, als Papst Clemens IV. die Herzogin von Schlesien 24 Jahre nach ihrem Tod heiligsprach. Robust, ehrgeizig, geschickt und warmherzig soll sie gewesen sein, geboren in Bayern zwischen 1I74 und 1178 auf der Burg Andechs.

 

Bereits mit sechs Jahren wurde Hedwig in die Benediktinerinnenabtei in Kitzingen bei Würzburg gegeben. Hier sollte sie auf ihr späteres gesellschaftliches Leben vorbereitet werden. Sie lernte die Ordensregeln des hl. Benedikt kennen und wurde in der lateinischen Sprache unterrichtet, aber auch Sticken, Weben, Gesang und Harfenspiel erlernte sie hier.

Mit zwölf Jahren wurde sie dem 18-jährigen Herzog von Schlesien und Polen angetraut. In ihrer neuen Heimat, in Schlesien, stand sie ihrem Mann bei seinen gesellschaftlichen Verpflichtungen immer mit Rat und Tat zur Seite und führte zugleich ein christliches Leben, indem sie die weltlichen Geschäfte als Herzogin mit der Frömmigkeit einer Asketin verband.

Die Armut ihres Volkes versuchte sie zu lindern, indem sie Lebensmittel gerechter verteilte und selbst einen einfachen und schlichten Lebenswandel führte. Hedwig begehrte auf, wenn Arme ausgenutzt wurden, Sie sorgte sich um verarmte und einsame Kinder und ließ sie in Klosterschulen ausbilden. 

Hedwig wurde Mutter von sieben Kindern, für deren Erziehung und Ausbildung sie persönlich sorgte. Der erste bedeutende Einsat z Hedwigs galt der Gründung des Zisterzienserinnenklosters in Trebnitz bei Breslau. Damit entstand zugleich das erste Frauenkloster Schlesiens. Dafür stiftete sie ihre gesamte Mitgift. Hedwig lebte bis zu ihrem Tod im Schwesternkonvent, blieb aber hauptsächlich ihrer Stellung als Landesmutter Schlesiens treu und sorgte sich bis an ihr Lebensende um das Wohl der Armen und Kranken. Hedwig starb 70-jährig im Oktober 1243 und wurde in ihrer Stiftung, dem Zisterzienserinnenkloster in Trebnitz beigesetzt, welches schon bald nach ihrem Tod zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort wurde. Am 26. März 1267 erfolgte ihre Heiligsprechung.