Chronik


Vorgeschichte

Die katholische St. Hedwig-Gemeinde bittet den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. um Bewilligung zur Errichtung eines katholischen Krankenhauses. Die Bewilligung ergeht am 11. März 1844. Schwestern der Ordensgemeinschaft vom heiligen Karl Borromäus aus dem französischen Nancy sollen die Pflege übernehmen.

1846

Am 14. September beginnen vier Ordensfrauen aus dem in Nancy ansässigen Orden der "Barmherzigen Schwestern vom heiligen Karl Borromäus", mit der Einrichtung eines vorläufigen Krankenhauses. Das vorläufige Krankenhaus verfügt zum Jahresende zunächst über drei Betten und befindet sich in angemieteten Räumen in der früheren Kaiserstraße (Nähe Alexanderplatz). Ende 1847 stehen bereits 50 Krankenbetten zur Verfügung.

1848

In der Märzrevolution stürmen Rebellen die Krankenanstalt. Durch das beherzte Verhalten der Schwester Oberin wird dem Haus eine Schutzwache gestellt.

1854

60 Patienten, 100 Hospitaliten und 40 Waisenkinder ziehen in das vom Kölner Dombaumeister Vinzenz Statz entworfene neu erbaute Krankenhaus in der Großen Hamburger Straße. Das St. Hedwig-Krankenhaus umfasst nun 250 Betten und verfügt über Abteilungen für Innere Medizin und Chirurgie.

1887

Bis 1887 ist die St. Hedwig-Gemeinde Eigentümer des St. Hedwig-Krankenhauses. Die St. Hedwig-Gemeinde überträgt die Verantwortung für die Geschicke des St. Hedwig- Krankenhauses auf die „St. Hedwig-Krankenhaus Anstalt des öffentlichen Rechts" (AdöR).

1900

Das Hauptgebäude wird um einen Operationstrakt erweitert.

1907

Gründung der Krankenpflegeschule mit 15 Ausbildungsplätzen.

1910

Eine Röntgenabteilung wird eingerichtet.

1914

Ein großer Teil des Krankenhauses wird in ein Militärlazarett umgewandelt.

1922

Eine eigenständige urologische Abteilung wird eröffnet, die bis 1936 von dem bekannten Urologen Alexander von Lichtenberg geführt wird.

1925

Ein Erholungsheim für Patienten und Mitarbeiter wird in Berlin-Bohnsdorf gekauft. Das Erhohlungsheim bekommt den Namen Hedwigshöhe.

1939

Opfer des Luftkrieges suchen im St. Hedwig-Krankenhaus Heilung und Schutz. Die Fürsorgerin Marianne Hapig und der Oberarzt Dr. Erhard Lux setzen sich in besonderer Weise für verfolgte Juden ein. Durch ihre Hilfe können zahlreiche Menschen gerettet werden.

1941

Wegen einer Fleckfieberepidemie erhält das Krankenhaus bis Kriegsende die spätere Bertolt- Brecht-Oberschule in der Auguststraße als Infektionshaus zugewiesen. Dieses Haus wird zugleich rettende Zufluchtsstelle für verfolgte Juden.

1945

Gegen Kriegsende wird das Krankenhaus unaufhörlich von Granateinschlägen getroffen. Dennoch zählt es zu den wenigen noch funktionierenden Krankenhäusern in Berlin.

1950 – 1960

In den Jahren 1950 bis 1961 besteht eine hohe Abwanderungstendenz von Mitarbeitern in den Westen. Mehrere Chef- und Oberärzte wohnen im Westteil Berlins, arbeiten aber im Ostteil gelegenen St. Hedwig-Krankenhaus, auch als im August 1961 die Mauer gebaut wird.

1961 – 1989

Nach dem Mauerbau war das St. Hedwig-Krankenhaus den üblichen Behinderungen durch das DDR-Regime ausgesetzt, war jedoch durch großzügige Unterstützung des Caritas-Verbandes der Bundesrepublik eines der bestausgestatteten Krankenhäuser des Landes.

1992

Das St. Hedwig-Krankenhaus erhält die Anerkennung als Akademisches Lehrkrankenhaus der medizinischen Fakultät der Humboldt- Universität zu Berlin, Charité.

1994

Gründung der St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH als Träger des St. Hedwig-Krankenhauses und des Krankenhauses Hedwigshöhe in Berlin-Bohnsdorf.

1996

Das Krankenhaus besteht im September 150 Jahre. Im selben Jahr wird der neue OP-Trakt eröffnet und der Agathabrunnen vor dem Hauptgebäude eingeweiht.

1998

Seit 1998 engagiert sich die Kongregation der Brüder vom heiligen Alexius in der St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH. Das St. Hedwig-Krankenhaus wird Teil des Unternehmensverbundes „Gesellschaften der Alexianerbrüder“.

2000 / 2002

Übernahme der Fachabteilungen für Psychiatrie und Psychotherapie der Versorgungsregionen Wedding und Tiergarten.

2002

Aufnahme der Kooperation mit der Charité im Bereich der Psychiatrie. Die psychiatrischen Abteilungen des St. Hedwig-Krankenhauses werden der medizinischen Leitung durch den Lehrstuhlinhaber der Psychiatrie an der Charité unterstellt. Damit firmieren diese als „Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus“.

2004

Gründung des Deutschen Beckenbodenzentrums (DBBZ) am St. Hedwig-Krankenhaus und damit Etablierung einer bundesweit einmaligen disziplinenübergreifenden Versorgung aller Formen von Inkontinenz.

2010

Gründung der deutschlandweit ersten Klinik für Urogynäkologie im St. Hedwig-Krankenhaus.

2011

Das St. Hedwig-Krankenhaus feiert am 6. Mai Richtfest des neuen Bettenhauses "Haus Vinzenz von Paul".

2012

Am 28. September findet die feierliche Einweihung des Bettenhausneubaus "Vinzenz von Paul", statt.

2013

Eröffnung der Soteria mit 12 Behandlungsplätzen für junge Menschen in psychotischen Krisen.

2014

Eröffnung einer Palliativstation mit zunächst 7 Betten für schwerkranke Patienten und Sterbende.

2015

Eröffnung einer eigenständigen Klinik für Kardiologie.

2016

170 Jahre St. Hedwig-Krankenhaus
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