Sodbrennen? Aktueller Stand der Behandlung der Refluxkrankheit

Datum: 15.09.20, 18.00 Uhr

Was tun bei Sodbrennen? Manchmal kann schon die Umstellung der Ernährung gegen den brennenden Schmerz in der Speiseröhre helfen. Eine symptomatische Behandlung von Sodbrennen ist auch mit Medikamenten möglich. Aber nicht jeder schafft es, über Jahre täglich Medikamente gegen Sodbrennen einzunehmen. Es kann auch sein, dass die medikamentöse Behandlung nicht den gewünschten Erfolg bringt oder die Beschwerden sehr stark sind. Dann wäre es zu überlegen, ob man sich für eine Operation entscheidet.

Ziel einer Anti-Reflux-Operation (Fundoplikatio) ist zu verhindern, dass Säure vom Magen in die Speiseröhre zurückfließt. Bei dieser Operation wird der obere Teil des Magens um das untere Ende der Speiseröhre gelegt und dort an Zwerchfell, Magen oder Speiseröhre festgenäht. Das stärkt den Verschluss am unteren Ende der Speiseröhre und verhindert Sodbrennen und Reflux. Heute wird laparoskopisch operiert. Dabei führt die Ärztin oder der Arzt die Operationsinstrumente durch kleine Hautschnitte in die Bauchhöhle ein.

Eine Fundoplikatio kann auf zwei Arten stattfinden, je nachdem ob ein Teil des Magens vollständig oder nur teilweise um die Speiseröhre gelegt wird. Ummantelt der Magen die Speiseröhre vollständig, spricht man von einer Fundoplikatio nach Nissen und Rosetti. Bei der Fundoplikatio nach Toupet umschließt der Magen die Speiseröhre nur teilweise. Diese Operationstechnik wird beispielsweise bevorzugt, wenn die Bewegung der Speiseröhre gestört sein könnte. Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, wird überlegt, welche Operationsart anzuwenden ist.

Dr. med. Eric P. M. Lorenz, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie – Minimal Invasive Chirurgie, informiert in seinem Vortrag über die verschiedenen therapeutischen und operativen Möglichkeiten der Behandlung von Sodbrennen. Die kostenlose Informationsveranstaltung findet am 15. September 2020 ab 18.00 Uhr im Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe, Höhensteig 1, 12526 Berlin statt.

 

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