Brücken schlagen

Menschen mit psychischen Erkrankungen haben oft wesentlich bessere Heilungschancen, wenn sie nach einem stationären Aufenthalt zu Hause von den gleichen Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften betreut werden, wie im Krankenhaus. Mit einem gemeinsamen Modellprojekt mit der Barmer wird das möglich. Unser Behandlungsteam arbeitet stationsübergreifend und kümmert sich auch nach der Entlassung um die Patienten.

Zum 1. Januar 2014 wurde das erste Berliner Modellvorhaben gemäß § 64b SGB V zwischen den Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH und der BARMER vereinbart, welches eine flexiblere und bedürfnisangepasste psychiatrische Behandlung ermöglicht.

Unsere Behandlungsprinzipien gründen in einer partnerschaftlichen, entwicklungsfördernden und psychotherapeutischen Haltung gegenüber den Patienten und der Überzeugung, dass individuelle Genesung (Recovery) ein wichtiges und erreichbares Ziel ist.

Seelische Krisen sollen so wirksam überwunden und langfristig vermieden werden. Dabei kann die Behandlung mit größtmöglicher Kontinuität vor allem im gewohnten Lebensumfeld erfolgen, während stationäre Aufenthalte verkürzt oder verhindert werden.

Mit dem Modellprojekt können wir Therapeuten endlich effektiv und nachhaltig arbeiten. Gerade die Behandlung von Menschen mit schwereren seelischen Erkrankungen erfordert einen längerfristigen Horizont und flexibles Reagieren auf die aktuelle gesundheitliche Situation des Patienten.

PD Dr. med. Christiane Montag, Leitende Oberärztin der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus

Unser Angebot richtet sich an Versicherte der BARMER mit psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen und ist nicht auf ausgewählte Krankheitsbilder beschränkt. Der Fokus liegt auf schwer erkrankten Patienten und Menschen in akuten Krisensituationen. Die Durchführung einer ambulanten Psychotherapie und die Weiterführung einer ambulanten psychiatrischen Behandlung ist zeitgleich mit der Teilnahme am Modellprojekt Psychiatrie möglich.

  • Bezugstherapeutensystem
  • Psychiatrische Diagnostik und Behandlung
  • Psychotherapeutische Interventionen
  • Psychiatrische Fachkrankenpflege
  • Aufsuchende Behandlung in der Häuslichkeit
  • Angehörigenarbeit, Paar- und Familiengespräche
  • Netzwerkgespräche
  • Erstellung von Krisenplänen
  • Bei Bedarf 24-Std.-Rufbereitschaft
  • Erkrankungsspezifische Gruppenangebote (Psychosegruppen, Depressionsgruppe, Doppeldiagnosegruppe 'Psychose und Sucht', Recoverygruppe, Skillsgruppe, Achtsamkeitsgruppe, Vermittlung an Selbsthilfegruppen, u. a.)
  • Ergotherapie
  • Kunsttherapie
  • Kochgruppe
  • Sporttherapie und Schwimmen
  • Sozialarbeiterische Unterstützung
  • Vermittlung ins Suchthilfesystem
  • Zusammenarbeit mit Betroffenen (Peer-Beratung)
  • Arbeit mit Dolmetschern

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