Mit DaVinci am OP-Tisch: Roboter-assistierte Chirurgie im St. Hedwig-Krankenhaus

Operation mit dem da Vinci X
Roboterassistierte Chirurgie im St. Hedwig-Krankenhaus

, Alexianer St. Hedwig-Krankenhaus

Das Alexianer St. Hedwig-Krankenhaus verfügt seit Mai 2021 über einen Operationsroboter der neuesten Generation. Wo der Mensch an seine Grenzen kommt, unterstützt modernste Technologie.  Das Ergebnis: Noch bessere Behandlungsergebnisse, speziell bei den minimal-invasiven Operationen von hoch komplexen Krebserkrankungen bei Patienten der Chirurgie, Urologie und Urogynäkologie bei maximaler Präzision.

Das „da Vinci X“ gilt als eines der fortschrittlichsten auf dem Markt verfügbare Operationsroboter-System. Seit Mai 2021 ist dieses Hochtechnologie-Gerät im Zentral-Operationssaal des Alexianer St. Hedwig-Krankenhauses im Einsatz. „Das System kombiniert die Vorteile der minimal-invasiven Chirurgie mit einer hochaufgelösten, dreidimensionalen Visualisierung. Besonderes Augenmerk wurde bei der aktuellen Generation der langjährig bewährten da Vinci-Gerätereihe auf eine noch umfassendere Beweglichkeit der Operationsinstrumente gelegt“, erläutern  Dr. Eric Lorenz, Chefarzt der Chirurgischen Klinik, Prof. Dr. Helmut H. Knispel, Chefarzt der Urologischen Klinik und Prof. Ralf Tunn, Chefarzt der Klinik für Urogynäkologie.

Der neue Roboter agiert mit vier Armen, die – außer mit der hochauflösenden 3D-Kamera – mit drei miniaturisierten Operationsinstrumenten bestückt werden können. „Dadurch sind Kippungen und Drehungen der Instrumente möglich, mit denen diese in beinahe jede denkbare Position gebracht werden können. Gleichzeitig sind die Roboterarme kleiner und schmäler, was ebenfalls zur Bewegungsfreiheit beiträgt“, berichten die drei Chefärzte.

Der wesentliche Effekt der großartigen Beweglichkeit wird mit Instrumenten erreicht, die durch sehr kleine Schnitte in den Körper eingeführt werden.  Dennoch wird ein deutlich größeres Operationsfeld sicher erreicht, so Dr. Eric Lorenz.

Im Gegensatz zu konventionellen laparoskopischen Operationen, bei denen der Operateur am Patienten steht und teilweise ausladende Bewegungen in ungünstigen Haltungen vollziehen muss, sitzt der ausführende Arzt beim „da Vinci“-System an einer dem OP-Tisch benachbarten Konsole und arbeitet mit Joysticks. Mit diesen werden die Fingerbewegungen perfekt an die Roboterinstrumente übertragen, fügt Prof. Dr. Helmut H. Knispel hinzu.

Dabei ist ein starkes „Verfeinern“ möglich: Aus großen Handbewegungen an der Konsole werden bei Bedarf zugunsten der Präzision kleinste Instrumentenbewegungen im Operationsgebiet. Als weiteren Pluspunkt transferiert das System die Bewegungswünsche des Operateurs zitterfrei auf die Instrumente im Patienten.
Die Beweglichkeit der an den Armen angebrachten Instrumente übertrifft die der menschlichen Hand. Und auch die Sehkraft des Arztes wird optimiert: Die Optik des X liefert ihm eine vergrößerte sowie im Vergleich zu seinen Vorgänger-Generationen noch schärfere und qualitativ noch hochwertigere 3D-Sicht auf das Operationsgebiet.

Man kann ergonomisch arbeiten bei voller Kontrolle der Instrumente. So kann man auch bei komplexen, mehrstündigen Operationen konzentriert arbeiten, berichten die Chefärzte. Dabei unterstreichen sie, dass das Roboter-System keinen einzigen Operationsschritt selbstständig ausführt – also strenggenommen kein Roboter sei. Vielmehr bleibe die Kontrolle über die gesamte Anlage jederzeit in der Hand des Operateurs, dem der Roboter assistiert.

Weltweite Erfahrungen zeigen große Vorteile bei Operationen in der Urologie  beispielsweise zur Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs – der sogenannten Prostatektomie – und bei der Nierentumorentfernung mit Erhaltung der Niere. „Die mit dem Roboter mögliche Präzision führt zu noch besseren Ergebnissen, was das Erhalten der Kontinenz und des gesunden Nierengewebes eines Patienten angeht“, zählt Prof. Knispel als einige der Vorteile auf.

Wichtige Anwendungsfelder sind die großen onkologischen Operationen von Dick- und Mastdarmkrebs, da hier gerade bei beengten Verhältnissen in der Bauchhöhle eine deutlich erhöhte Präzisierung erreicht werden kann, ergänzt Dr. Lorenz. Somit sind eine schnellere postoperative Mobilisierung und ein kürzerer stationärer Aufenthalt in allen drei Fachbereichen möglich, betont Prof. Dr. Tunn.

„Unter dem Strich ermöglicht uns der OP-Roboter hochpräzise, sichere, zügige und patientenschonende Eingriffe, die bei der minimal-invasiven Chirurgie in den drei operativen Fächern des St. Hedwig-Krankenhauses  Maßstäbe setzt“, fasst Dr. Lorenz als Vorsitzender des Roboterkomitees zusammen. Um die Spitzentechnologie möglichst vielen Patientinnen und Patienten anbieten zu können, wird der Roboter durch das interdisziplinäre Roboterkomitee im Sinne der kollegialen Zusammenarbeit der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, der Klinik für Urologie sowie zukünftig auch der Klinik für Urogynäkologie in seiner Auslastung optimiert.


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Die Alexianer sind ein Unternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft, in dem bundesweit rund 26.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Mit 800-jähriger Tradition betreiben die Alexianer Krankenhäuser, Einrichtungen der Senioren-, Eingliederungs- und Jugendhilfe, Gesundheitsförderungs- und Rehabilitations-einrichtungen, ambulante Versorgungs- und Pflegeeinrichtungen sowie Werkstätten für behinderte Menschen und Integrationsfirmen. Träger der Unternehmensgruppe ist die Stiftung der Alexianerbrüder.


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