Aktiv gegen das Vergessen

Die Sorge um Vergesslichkeit und Demenzerkrankungen treibt viele ältere Menschen um. Wenig bekannt ist, dass nicht alle Gedächtniserkrankungen irreversibel sind. Viele Erkrankungen wie Vitaminmangel, Schilddrüsenstörungen und Depressionen verursachen Gedächtnisstörungen, die bei frühzeitiger und gezielter Behandlung rückgängig gemacht werden können. In unserer Gedächtnissprechstunde untersuchen und behandeln wir Gedächtnisstörungen fachübergreifend. 

Im Rahmen der multiprofessionellen Untersuchungen und Behandlungen der unterschiedlichen Ursachen von Gedächtnisstörungen, berücksichtigen wir die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -Psychotherapie e. V.

Frühzeitige Beratung und Behandlung

Bei den häufigen fortschreitenden Gedächtniserkrankungen wie der Alzheimer-Demenz ist eine frühzeitige Beratung und Behandlung effektiv und kann den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen.

In vielen Fällen ist die Diagnostik und Behandlung einer solchen Erkrankung beim niedergelassenen Neurologen oder Psychiater möglich. Sollte dieser nach eigener Beurteilung eine weitergehende Beratung und Untersuchung empfehlen, ist eine Überweisung an unsere Gedächtnissprechstunde möglich.

Diagnostik

Die Diagnostik in der Gedächtnissprechstunde umfasst in der Regel drei Termine und erfolgt ambulant über einen Zeitraum von ca. 8 – 12 Wochen.

Vor dem ersten Termin in der Sprechstunde erhalten Sie einen Selbstauskunftsbogen. Beim Erstgespräch erheben wir detailliert Ihre Krankengeschichte und führen ein kurzes Testverfahren zur Einschätzung der Gedächtnisleistung mit Ihnen durch. Außerdem erfolgt eine körperliche Untersuchung und die Blutentnahme zur Abklärung körperlicher Erkrankungen. Wenn ein Angehöriger Sie begleiten kann, ist dies von Vorteil, aber nicht Bedingung.


Die weitere Diagnostik umfasst sowohl eine ausführliche neuropsychologische Untersuchung und sofern notwendig eine Bildgebung des Gehirns, EEG, EKG, Lumbalpunktion, weitere Blutuntersuchungen sowie eine die Angehörigen einbeziehende psychosoziale Diagnostik.


In einem Abschlussgespräch klären wir ausführlich über das Ergebnis der Untersuchungen auf und beraten zu weiteren medikamentösen und nichtmedikamentösen Behandlungsmöglichkeiten.

Zusätzlich bieten wir eine psychosoziale Beratung an, in der Betroffene und Angehörige über weitere Hilfs- und Beratungsangebote informiert werden.



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