Für ein selbstbestimmtes Leben

In der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus behandeln wir Menschen mit unterschiedlichen psychischen Störungen. Unter der Leitung von Professor Andreas Heinz und Professor Felix Bermpohl begleiten unsere erfahrenen Behandlungsteams Sie individuell. Mit Ihnen persönlich abgestimmte Therapiekonzepte schaffen die Voraussetzung für eine körperlich-seelische Stabilisierung zu einem möglichst selbstbestimmten Leben.     

Patientenversorgung und Forschung

Die Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus (PUK Charité im St. Hedwig-Krankenhaus) ist Teil des Alexianer St. Hedwig-Krankenhauses in Bezug auf die Patientenversorgung und Teil der Charité in Bezug auf Forschung und Lehre.

Die Integration von ambulanten, tagesklinischen und vollstationären Angeboten ist uns ein besonderes Anliegen.

Prof. Dr. Felix Bermpohl, Chefarzt Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus

Modernste Diagnostik und Behandlung Unsere Klinik bietet Ihnen modernste diagnostische Möglichkeiten und ein breites Spektrum an bedürfnisangepassten psychiatrischen, psychotherapeutischen und sozialtherapeutischen und weiteren therapeutischen Angeboten.

Wir arbeiten mit dem integrativen Behandlungskonzept „Weddinger Modell”. Dabei werden die Ziele und Ergebnisse der Behandlung durch Sie, unsere Patientinnen und Patienten bestimmt. Damit richten sie sich nach Ihren wesentlichen Lebenszielen und Bedürfnissen. Unsere multiprofessionellen Bezugsteams sichern ein hohes Maß an personeller Kontinuität für Sie. Unser Leitbild  wird von christlichen Grundsätzen einer persönlichen, menschlichen Haltung gegenüber unseren Patienten geprägt.

„Unser Behandlungskonzept, das Weddinger Modell, ist bestimmt von einer  trialogisch orientierten therapeutischen Haltung, welche die Mitbestimmung des Patienten fördert und seine Erfahrung respektiert.“

Prof. Dr. Felix Bermpohl, Chefarzt Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus

Interkulturelle Kompetenz

Unsere Einrichtung ist interkulturell offen und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über interkulturelle Kompetenz in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund.

Psychotherapeutische Weiterbildung

Unsere Klinik legt großen Wert auf die Vermittlung psychotherapeutischer Kompetenzen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Berufsgruppen.

Unsere Konzepte verbinden modernste psychotherapeutische, biologische und soziotherapeutische Verfahren. Die Psychologinnen und Psychologen der Klinik arbeiten mit verhaltenstherapeutischen (z. B. Dialektisch-behaviorale Therapie), tiefenpsychologischen, psychoanalytischen und systemischen Methoden.

Unsere Therapeutischen Dienste sind mit den Bereichen Sozialarbeit, Soziotherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Tanz-, Physio- und Bewegungstherapie sowie Gartentherapie integraler Bestandteil der Klinik.

Unser Leitbild  wird von christlichen Grundsätzen einer persönlichen, menschlichen Haltung gegenüber unseren Patienten geprägt.

Die Integration von ambulanten, tagesklinischen und vollstationären Angeboten ist uns ein besonderes Anliegen. Auf diese Weise kann ein fließender Übergang von stationärer in ambulante Behandlung sowie schnelle Hilfe im Falle einer erneuten Krise gewährleistet werden. Die Integration der Angebote gelingt durch:

Seit Dezember 2010 arbeitet die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im St. Hedwig-Krankenhaus  nach dem Weddinger Modell. Durch Einbeziehung aller Mitarbeiter und Berufsgruppen ist erstmals die Umsetzung eines solchen Konzeptes in einer Klinik gelungen.


Das Weddinger Modell ist Recovery- orientiert. Eine Recovery-orientierte psychiatrische Behandlung umfasst die vier Schlüsselwerte: Personenorientierung, Betroffeneneinbezug, Selbstbestimmung und Wahlfreiheit sowie die Anerkennung eines Wachstumspotentials. Das Weddinger Modell beinhaltet grundlegende Veränderungen von Strukturen mit dem Ziel, eine umfassendere Einbeziehung und Transparenz in der Therapie für Patienten und deren Bezugspersonen zu ermöglichen. Zudem bedeutet es einen Perspektivwechsel, bei dem die individuellen Krankheits- und Genensungskonzepte der Patientinnen und Patienten in die evidenzbasierten Behandlungsangebote integriert werden.

Mit dem Weddinger Modell wurde ein neues Therapiekonzept für psychiatrische Krankenhäuser entwickelt, welches auch in einem urbanen Problembezirk eine heilungsfördernde therapeutische Haltung beim Personal gewährleisten kann. Ziele und Ergebnisse der Behandlung werden durch die Patienten bestimmt und richten sich nach deren wesentlichen Werten, Lebenszielen und Bedürfnissen. Vorhandene Bewältigungsstrategien und Selbstheilungsmechanismen werden in professionelle Therapieverfahren integriert. Der Fokus liegt dabei auf einer Individualisierung der Behandlung mit Stärkung von Ressourcen und Selbstwirksamkeit, Erhalt und Wiedergewinn von Autonomie ebenso wie die Übernahme von Verantwortung in der eigenen Therapie. Dabei ist die Stärkung von Multiprofessionalität in den Behandlerteams die tragende Basis des Weddinger Modells.

Das Weddinger Modell wird im deutschsprachigen Raum als „best practice „ auch im Rahmen der S3-Leitlinien (Leitlinie auf der Grundlage aktueller forschungs- und Erfahrungsempfehlungen) zur Verhinderung von Zwangsmaßnahmen empfohlen. Es gewann einige Preise, darunter 2015 den bundesweit ausgeschriebenen Berliner Gesundheitspreis unter dem Motto „Zusammenspiel als Chance“ für die  transparenten, partizipativen und interdisziplinären Therapieansätze des Weddinger Modells. Die Laudatio zur Preisverleihung hielt der damalige Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. 2011 verlieh die DGPPN in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit den Preis für Pflege- und Gesundheitsfachberufe in Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an die Initiatorinnen des Weddinger Modells – als best practice Beispiel eines modernen, patientenzentrierten, trialogisch ausgerichteten Behandlungskonzept.

Zum 1. Januar 2014 wurde das erste Berliner Modellvorhaben gemäß § 64b SGB V zwischen den Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH und der BARMER vereinbart, welches eine flexiblere und bedürfnisangepasste psychiatrische Behandlung ermöglicht. Erfahren Sie mehr zum Berliner Modellprojekt


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