Wege zu einem suchtfreien stabilen Leben

Die Ursachen von Suchterkrankungen oder Borderlinstörungen zu erkennen, ist eine wichtige Voraussetzung, ihre Folgen anzugehen. Unser spezialisiertes Team unterstützt Sie dabei mit einer eingehenden medizinischen und psychologischen Diagnostik. Wir fördern Sie, Ihre Süchte und Borderlinestörung aktiv zu bewältigen, sodass Sie wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Besonderes Augenmerk richten wir auf die erste Zeit nach der Entlassung aus der vollstationären Behandlung. Spezielle Therapieangebote sollen den Übergang zurück in den Alltag erleichtern und eine rasche Rückkehr zu alten Verhaltensweisen verhindern.

Auf unserer suchtmedizinischen Station St. Felicitas (Station 34) für die Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen und Borderline-Störung (DBT) bieten wir ein vielfältiges Angebot zur Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen und zur individuellen Beratung und Vermittlung weiterführender therapeutischer Angebote.

Wir haben den Versorgungsauftrag für den Bezirk Mitte, Ortsteil Wedding. Jedoch können alle unsere Angebote auch von auswärtigen Patientinnen und Patienten genutzt werden.

Anmeldung

Für ideale Therapievoraussetzungen erbitten wir eine Anmeldung für die gewünschte Therapieform unter der  (030) 2311-2940. Hier erhalten Sie weitere Informationen zu unseren Behandlungskonzepten.

Für den Entzug von illegalen Substanzen, sowie für eine Behandlung nach DBT-S, ist ein Vorgespräch im Vorfeld der Aufnahme notwendig.

Brücke von der Station in den Alltag

Um den Übergang von der Klinik in den Alltag zu erleichtern, haben wir die Psychotherapeutische Tagesklinik (DBT-Flex) etabliert.

  • Die qualifizierte stationäre Entgiftung richtet sich an alle abhängigen Patienten, die eine Entzugsbehandlung durchführen möchten. Die Entgiftung erfolgt unter engmaschiger und standardisierter medizinischer Überwachung (und gegebenenfalls Medikation).
  • Das psychotherapeutische Angebot (Einzel- und Gruppensitzungen) umfasst Methoden der Verhaltenstherapie, der Dialektisch-Behavioralen Therapie, des Motivational Interviewing, der traumazentrierten Psychotherapie und der Entspannungsverfahren.
  • Wir beziehen Angehörige und unterstützende Personen in die Gespräche und Behandlung mit ein.
  • Wesentliche Bestandteile des Therapieprogramms sind außerdem die soziotherapeutisch orientierte Pflege, die Sporttherapie, die Ergotherapie und die Beratung, Betreuung und Weitervermittlung durch unsere erfahrenen Sozialarbeiterinnen.
  • Insbesondere die enge Vernetzung mit suchtspezifischen, aber auch psychiatrischen Trägern des Versorgungsbezirks Mitte und überregionaler Einrichtungen ermöglicht eine individuelle weiterreichende Hilfeplanung.
  • Ergänzend bieten wir für stationäre und ambulante Patienten zweimal in der Woche Ohrakupunktur nach dem NADA-Protokoll an. Das Verfahren dient der Spannungsreduktion und Verminderung von Entzugssymptomen. Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen bieten regelmäßige Beratungstermine auf unserer Station an.

Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen leiden deutlich häufiger an psychosozialen Belastungssituationen oder anderen psychiatrischen Störungen, als der Durchschnitt der Bevölkerung. Diese Erkrankungen sind häufig eng miteinander verflochten und halten sich gegenseitig aufrecht. In einem strukturierten Rahmen besteht die Möglichkeit der Behandlung dieser zusätzlichen (komorbiden) Störungen.

Um den Übergang von der Klinik in den Alltag zu erleichtern, haben wir die Psychotherapeutische Tagesklinik (DBT-Flex) etabliert.

Einige Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) leiden zusätzlich an einer Abhängigkeitserkrankung oder Missbrauchsproblematik. Die Station St. Felicitas verfügt über ein spezialisiertes dreimonatiges psychotherapeutisches Behandlungskonzept, das die gleichzeitige Behandlung beider Störungen erlaubt. Hierfür werden moderne Ansätze der Suchtbehandlung und der Dialektisch-Behavioralen-Therapie (DBT) kombiniert (DBT-Sucht).

Die DBT ist ein verhaltenstherapeutischer Ansatz, der von der Amerikanerin Marsha M. Linehan für die Behandlung von Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt worden ist. „Dialektisch“ im Sinne der DBT bedeutet etwas vereinfacht, die harten Grenzen des Schwarz-Weiß-Denkens, die viele Menschen mit Borderline-Störung haben, ein wenig aufzuweichen und die Grauzonen mit ins Spiel zu bringen.

Wesentliche Inhalte der DBT sind die Erhöhung von Achtsamkeit für innere und äußere Vorgänge, der Umgang mit Gefühlen und Stress, Erlernen zwischenmenschlicher Fertigkeiten und die Erhöhung des Selbstwertgefühls. Diese Inhalte werden zusammen mit suchtspezifischen Inhalten in strukturierten Einzelgesprächen und Gruppentherapien vermittelt.

Die Therapie findet in einem offenen Stationsrahmen statt. Eingangsvoraussetzung für die Teilnahme an der DBT-S ist ein ambulant geführtes Vorgespräch. Vor Beginn der Behandlung schließen wir mit jeder jedem Patienten einen speziellen Behandlungsvertrag. Sofern ein Patient die DBT-S-Behandlung nicht abstinent beginnen kann, stellen wir im Einzelfall eine Entzugsbehandlung auf unserer Station voran.


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