Brücke ins Arbeitsleben

Menschen mit Psychiatrieerfahrung haben es oft schwer im Alltag und im Arbeitsleben wieder Fuß zu fassen. Mit der Ambulanten Arbeitstherapie am Anderen Ort bieten wir unseren Patienten eine wichtige Brücke zu individuellen Betätigungsfeldern wie auch beruflicher und gesellschaftlicher Teilhabe. 

Ambulante Arbeitstherapie am Anderen Ort (AT)

Ambulante Arbeitstherapie (AT) am Anderen Ort richtet sich an psychisch erkrankte Menschen, die noch nicht wieder so belastbar sind, dass sie einer regelmäßigen Betätigung nachgehen könnten.

Medizinisches Angebot für Patientinnen und Patienten aus dem Berliner Großbezirk Mitte

„Unsere Ambulante Arbeitstherapie am Anderen Ort“ nach § 42 Sozialgesetzbuch V ist eine akute medizinische Heilbehandlung für Patienten aus dem Berliner Großbezirk Mitte und wird von von unseren klinischen Ergotherapeuten begleitet und durchgeführt.

Die aktive Umsetzung der Ambulanten Arbeitstherapie am Anderen Ort erfolgt in enger Kooperation mit im Bezirk angesiedelten psychosozialen Trägern und Einrichtungen, die im sozialen Umfeld geeignete Arbeitstrainingsplätze zur Verfügung stellen.

 

Die Ambulante Arbeitstherapie am Anderen Ort dient der weiteren gesundheitlichen Stabilisierung nach einer voll- oder teilstationären Krankenhausbehandlung.

Unsere klinischen Ergotherapeuten beraten und begleiten die Patienten im Arbeitstherapieprozess, nehmen Arbeitsplatzanpassungen vor und entwickeln gemeinsam mit den Patienten Anschlussperspektiven in den Bereichen Ausbildung, Beruf oder alternative Betätigungsfelder.

Menschen mit psychischer Erkrankung lernen bei der ambulanten Arbeitstherapie am Anderen Ort ihre eigenen Leistungen und Möglichkeiten besser kennen, können sich realistischer einschätzen und Fähigkeiten wieder aufbauen.

Mechthild Niemann-Mirmehdi, Leitung Therapeutische Dienste Psychiatrie

Die Ambulante Arbeitstherapie am Anderen Ort ist eine Leistung der Krankenkassen gemäß § 42 SGB V - in der Regel im Anschluss an eine teil- oder vollstationäre Krankenhausbehandlung oder zur Verhinderung einer solchen.

Voraussetzungen hierfür sind die ärztliche Verordnung, die Erstellung eines Behandlungsplanes und eine positive Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK).

Die Erstverordnung gilt für drei Monate. Bei Indikationen für eine Weiterbehandlung sind Folgeverordnungen bis zu einem Jahr möglich. Die Behandlung kann täglich oder nur an bestimmten Wochentagen erfolgen und zwischen zwei und ca. fünf Stunden je Therapieeinheit variieren. Im Unterschied zu sonstigen Heilmittelverordnungen entfallen auf die Ambulante Arbeitstherapie am Anderen Ort keine Zuzahlungen.


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