Kreativ und selbstwirksam

Kunsttherapie wird oft als Psychotherapie mit künstlerischen Mitteln bezeichnet. Basierend auf der Überzeugung, dass künstlerisches Handeln die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung des psychischen Gleichgewichts bewirken kann, zielt sie auf Ich-Stärkung.

Die Kunsttherapie in der Psychiatrischen Universitätsklinik im St. Hedwig-Krankenhaus (PUK Charité im SHK) richtet sich mit ihrem Angebot insbesondere an Patientinnen und Patienten der ambulanten und stationären Bereiche der Allgemeinpsychiatrie, der Soteria sowie der Gerontopsychiatrischen Tagesklinik St. Lucia.

Im Rahmen des multiprofessionellen Behandlungsplans in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik wird Kunsttherapie als Gruppen- und Einzeltherapie angeboten. Dabei arbeiten die Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten nach tiefenpsychologischem Ansatz.

Eine Kunsttherapiesitzung ist strukturiert in:

Den Gestaltungsprozess, bei dem individuell mit verschiedenen Materialien (Stiften, Farben, Ton u. a.) gearbeitet werden kann, und die gemeinsame Werkbetrachtung, die eine Reflexion der Erlebnisse, Veränderungen und neue Erkenntnisse ermöglicht, die dann auf Alltagssituationen übertragen werden können.

Kunsttherapie fördert das Finden individueller Ausdrucksformen für Erfahrungen, Gefühle, Fantasien, Unbewusstes oder schwer Verbalisierbares.

Außerdem fördert sie die Entwicklung künstlerischer Wege zur Selbstregulation und Konfliktbewältigung, das Selbstwirksamkeitserleben, die Integration verschiedener Selbstanteile, das Identitätserleben und das Selbstwertgefühl, die realistische Wahrnehmung von sich und der Umwelt und die Entfaltung und Weiterentwicklung von kreativen, emotionalen, kognitiven und sozialen Kompetenzen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich


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