Begleiten und beistehen

Wenn durch Krankheit oder Trauer der gewohnte Lebensrhythmus unterbrochen ist, suchen Menschen nach Orientierung und Halt. In diesen Situationen möchten wir Sie begleiten und Ihnen beistehen. Unsere Seelsorge unterstützt Sie bei der Suche nach Ihren persönlichen Kraftquellen. 

Besinnung, Kraft und Begegnung

In schwierigen Lebenssituationen finden viele Menschen Ruhe und Kraft in der Spiritualität und im Glauben an Gott. Unser Team der Seelsorge im Alexianer St. Hedwig-Krankenhaus ist für Sie da, um mit Ihnen zu beten, Ihnen in einer Krankensalbung oder auch im Zuspruch des Segens Halt zu geben und Gottes Nähe erfahrbar zu machen. 

Vielleicht suchen Sie Besinnung und Stille. Wir begleiten Sie zum Kraft schöpfen gerne in die Kapelle oder zu ruhigen Orten des Verweilens auf unserem Krankenhausgelände - fernab vom medizinischen Alltag. Wenn Sie oder Ihre Angehörigen das Gefühl haben, ein persönliches Gespräch könnte Ihnen gut tun, nehmen wir uns Zeit für Sie.

Offen für alle Menschen

Wir kommen gerne zu Ihnen und sind Wegbegleiter, unabhängig davon, welcher Konfession oder Religion Sie angehören. Wenn Sie es wünschen, vermitteln wir Ihnen auch den Kontakt zu anderen Glaubensgemeinschaften.  

Besuche, Gespräche und Sprechstunden

Sie wünschen sich einen Besuch und ein persönliches Gespräch über das, was Sie gerade bewegt? Dann sind wir für Sie da.

Unsere Sprechstunden der Seelsorge Somatik und der Seelsorge der Psychiatrie finden im Raum V 210, jeweils nach Vereinbarung statt. 

In den Psychiatrischen  Kliniken finden auf den Stationen regelmäßig thematische Gesprächsgruppen statt:

  • Montag
    14.00 Uhr Sinn- und Unsinngruppe I (Tagesklinik Müllerstraße)
  • Dienstag
    10.15 Uhr Sinn- und Unsinngruppe II (Station St. Felicitas)
    14.00 Uhr Das suchende Quartett I (DeKIZ und Tagesklinik, Josefshaus)
    15.30 Uhr Das suchende Quartett II (Stationen St. Vitus und hl. Franz von Assisi)

Ökumenische Psychiatrieseelsorge

In der ökumenischen Psychiatrieseelsorge arbeiten wir nach dem Bezugsprinzip auf den Stationen. Das heißt, hier ist jeweils eine Seelsorgerin verantwortlich und Ansprechpartnerin für Patienten und Mitarbeitende der Station. Die Seelsorgerinnen informieren und vertreten sich gegenseitig. 


Gottesdienste, Andachten und Stilles Gebet in der St. Marienkapelle und in der St. Annenkapelle 

Wir laden unsere Patientinnen und Patienten gemeinsam mit unseren Mitarbeitern in die St. Marienkapelle oder in die St. Annenkapelle ein.

Ein spezielles Gottesdienstangebot ist der Ökumenische Gottesdienst am Freitag Nachmittag um 15.30 Uhr in der St. Marienkapelle.

Alle Termine der Gottesdiente, Andachten oder Gebete finden Sie auf dieser Website in der Rubrik „Gottesdienste und Termine”  

Wenn es Ihnen nicht möglich ist, die Kapelle zu besuchen, weil Sie nicht gehfähig sind, können Sie die Gottesdienste auch über den Hausfunk empfangen.


Krankenabendmahl

Unsere Seelsorgerinnen feiern mit Ihnen auf Wunsch und nach Absprache das Hl. Abendmahl am Krankenbett. Bitte informieren Sie uns, wenn Sie das Hl. Abendmahl empfangen wollen. 

(030) 2311-2366


Krankensakramente und Beichtgelegenheit

Das Sakrament der Versöhnung erhalten Sie auf Wunsch nach Vereinbarung auch im Krankenzimmer. Bitte informieren Sie uns, wenn Sie das Krankensakrament empfangen möchten.

(030) 2311-1888


Konzerte

Musik ist eine Sprachform der Seele, überwindet die Grenzen der Bekenntnisse und baut Brücken zu den Herzen. Darum sorgen wir auch dafür, dass unsere St. Marienkapelle immer wieder ein „Klang-Raum“ wird: wir laden in unregelmäßiger Folge Musiker und Chöre ein, bei uns aufzutreten und zu musizieren. Auf alle Veranstaltungen weisen wir besonders hin.


Cafe Oase

Unser Café wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern im ambulanten Therapeutischen Zentrum betrieben und ist von den Stationen der Psychiatrischen Kliniken über das blaue Treppenhaus oder über den Eingang Krausnickstraße 19 zu erreichen. Im CaféOase können auch Produkte aus der Tagesklinik Wedding, wie zum Beispiel Tabletts, Schürzen, Dinkelkissen, Karten und anderes erworben werden. Das CaféOase ist ein Projekt der Psychiatrie-Seelsorge und wird von ihr geleitet.


Unser Selbstverständnis

Die Seelsorge in den Alexianer-Einrichtungen steht in der Tradition der Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder und bezieht ihren Auftrag aus der Botschaft Jesu. Ihr biblischer Leitspruch „caritas christi urget nos“ - Die Liebe Christi drängt uns (2 Kor 5,14) - inspiriert das Handeln der Seelsorge. 


In der Tradition der Borromäerinnen

Im St. Hedwig-Krankenhaus führen wir die Tradition der Borromäerinnen fort. Die Ordensfrauen vom hl. Karl Borromäus arbeiten bereits seit der Gründung des Krankenhauses in den St. Hedwig Kliniken und sind noch heute in der Seelsorge und in verschiedenen anderen Diensten im Krankenhaus aktiv.

Die Borromäerinnen prägen die Atmosphäre in unserem Krankenhaus entscheidend. Unsere Patienten können darauf vertrauen, dass wir Ihnen hier mit christlicher Nächstenliebe, Achtsamkeit und Respekt begegnen.

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus zu Trier ist hervorgegangen aus einer Wohlfahrtsstiftung des Emmanuel Chauvenel, einer sogenannten „Charité”, die er 1652 zu Nancy (Lothringen) errichtete. Angeregt durch den Geist des Evangeliums übernahmen die Schwestern die Aufgabe, „arme Kranke, die jeder Hilfe entbehren, zu besuchen, ihnen zu helfen, sie zu trösten und Sorge zu tragen, dass ihnen die Sakramente der Kirche gespendet werden.”


Der Gründer stellte seine Stiftung unter den Schutz der Heiligen Familie und gab den Mitgliedern den Namen „Schwestern von der Heiligen Familie”. Nach einem ihnen zugewiesenen Haus „Saint Charles” wurden sie vom Volk „Schwestern von der Charité St. Charles” und später in Deutschland „Borromäerinnen” genannt. Ihre Hauptpatrone sind daher die Heilige Familie und der hl. Karl Borromäus.


Seit 1810 breitete sich die Kongregation auch in Deutschland, besonders im Bistum Trier, aus. Im Jahr 1849 wurde für die deutschen Niederlassungen eine eigene Provinz errichtet mit dem Provinzialmutterhaus in Trier. Bedingt durch den preußischen Kulturkampf wurde die Provinz 1872 von Rom als selbstständige Kongregation erklärt mit dem Mutterhaus in Trier. Daher sind sie in Deutschland auch als Trierer Borromäerinnen bekannt.

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus zu Trier ist eine Kongregation päpstlichen Rechts (1859) mit apostolisch-caritativer Tätigkeit.


Die Schwestern wirken in Deutschland, Niederlande und Tansania in der Kranken- und Altenpflege, in der Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Kindergärten, Kindertagesstätten und Horten, in Heimen und Schulen, in verschiedenen Seelsorgebereichen, in der Aussiedlerbetreuung und in der Wirtschaftsführung kirchlicher Einrichtungen.

Seit 1970 sind alle sieben Kongregationen der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus, die aus dem Stamm-Mutterhaus Nancy hervorgegangen sind, in einer Föderation verbunden.


Die Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus haben seit der Gründung des St. Hedwig-Krankenhauses die unterschiedlichsten Aufgaben wahrgenommen und die christliche Atmosphäre im Krankenhaus geprägt. Hier haben zeitweise 80 Ordensschwestern gewirkt. Noch heute sind die Borromäerinnen in der Krankenhausseelsorge und in verschiedenen anderen Diensten im Krankenhaus tätig.

 

 


Unsere Schutzpratronin: Heilige Hedwig

Die Heilige Hedwig, Herzogin von Schlesien, ist Namensgeberin und Schutzpatronin der St. Hedwig Kathedrale und des St. Hedwig-Krankenhauses. Ihr Name bedeutet: Die Streitbare, die Kämpferin. Ihr Name steht auch für ihren Lebensweg. Beispielhaft ist für uns ihr Leben und Wirken in tätiger Nächstenliebe. In unseren Andachten, Heiligen Messen und in der Seelsorge erinnern wir regelmäßig an unsere Namensgeberin. 

Die Heilige Hedwig wurde im Jahre 1174 in Andechs am Ammersee in Bayern geboren. Gestorben ist sie am 15.10.1243 im Kloster Trebnitz in Schlesien.


Mit zwölf Jahren wurde sie dem 18jährigen Piastenherzog Heinrich von Schlesien und Polen angetraut. Was kaum möglich schien, trat ein: Die Ehe wurde ausgesprochen glücklich. Bereits mit dreizehn Jahren gebar Hedwig ihr erstes Kind, im Laufe der Jahre kamen sechs weitere hinzu. Bis zu Heinrichs Tod lebte das Ehepaar in Glück und Harmonie zusammen.

Im Jahre 1201, also mit 27 Jahren, wird sie Herzogin von Schlesien. Sie kommt in ein fremdes und armes Land, in dem polnisch gesprochen wird. Um die ihr anvertrauten Menschen zu verstehen, erlernt sie als Herzogin die polnische Sprache. Das war für diese Zeit eine Sensation.


Hedwig widmete sich während ihres ganzen Lebens in Schlesien dem Wohl ihres Volkes und der Vertiefung des christlichen Glaubens in der Bevölkerung. Neben zahlreichen Spitälern und Krankenpflege-Einrichtungen stiftete sie auch das berühmte Zisterzienserinnenkloster in Trebnitz im Norden von Breslau. Es war dies der erste Frauenkonvent in Schlesien. Auch ebnete Hedwig den Weg für die Vertreter zahlreicher Orden.


Hedwig von Schlesien musste aber auch viel Leid ertragen. Ihr Heimatschloss Andechs wurde völlig zerstört, ihre Schwester Gertrud fiel einem Mordanschlag zum Opfer, 1238 starb ihr Mann, und nur drei Jahre später fiel ihr ältester Sohn Heinrich II. im Kampf gegen die Tataren.

Nach dem Tod des Sohnes zog sich Hedwig in ihr Kloster Trebnitz zurück, wo sie am 15. Oktober 1243 knapp 70jährig starb. Hier in ihrer Lieblingsstiftung fand die Herzogin auch ihre letzte Ruhestätte.


Papst Klemens IV. sprach Hedwig bereits 1267 heilig.

 


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