Wenn Mutter oder Vater psychisch erkranken, verändert sich häufig auch der Alltag ihrer Kinder. Sie erleben Unsicherheit, Sorgen und Belastungen, die sie nicht immer einordnen können. Genau hier setzt unser Präventionsprojekt „Perspektivwechsel“ an, dass seit Mitte 2024 am Alexianer St. Hedwig-Krankenhaus angeboten wird.
Das Programm unterstützt psychisch erkrankte Eltern dabei, ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse sowie die ihrer Kinder besser zu verstehen. In therapeutisch begleiteten Gruppen und Einzelgesprächen lernen sie, auch in belastenden Situationen auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen und die Beziehung zu ihnen zu stärken.
49 Eltern und 87 Kinder profitieren bereits
Wie groß der Bedarf ist, zeigen die Erfahrungen aus dem ersten Projektjahr: 49 Eltern haben das Angebot wahrgenommen. Davon profitieren insgesamt 87 Kinder. Die Nachfrage ist so groß, dass aufgrund bestehender Wartelisten bereits zusätzliche Gruppen angeboten wurden.
„Wir behandeln nicht nur die Erkrankung eines Menschen, sondern müssen auch sehen, was diese Erkrankung mit seiner Familie macht“, erklärt Prof. Felix Bermpohl, Chefarzt der Psychiatrischen Klinik der Universitätsmedizin im Alexianer St. Hedwig-Krankenhaus.
Mit Spenden Familien stärken
„Perspektivwechsel“ wird bundesweit bislang nur an zwei Standorten angeboten. Das Programm ergänzt die reguläre psychiatrische Behandlung und wird ausschließlich durch Spenden finanziert.
Damit wir auch künftig psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder unterstützen können, sind wir auf finanzielle Hilfe angewiesen. Jede Spende trägt dazu bei, dieses besondere Angebot zu ermöglichen.
Erfahren Sie mehr über „Perspektivwechsel“ und wie Sie das Projekt mit einer Spende unterstützen können: Eltern stärken, Kindern Halt geben - Alexianer St. Hedwig Krankenhaus, Berlin