Gut versorgt in der Notaufnahme

In der Betriebsamkeit einer Notaufnahme steht die Akutversorgung der Patienten im Vordergrund. Um hier aber auch nicht orientierte oder kognitiv eingeschränkt Patientinnen und Patienten ganzheitlich versorgen zu können, haben wir in der Notaufnahme eine besondere Warteinsel für Menschen mit Demenz aufgestellt. Die Warteinsel ist mit einer schalldämpfenden Aussenhaut, regulierbarem indirekten Licht, Getränken in Reichweite und Lesestoff so angenehm gestaltet, dass sie Menschen mit Demenz den schweren Gang ins Krankenhaus erleichtert.

Erfolgreiches Zwischenergebnis des Pilotprojektes „INA-Dem“

„INA“ steht für Interdisziplinäre Notaufnahme, „Dem“ für die Behandlung von Menschen mit Demenz. Für das von der Robert Bosch Stiftung geförderte Projekt „INA-Dem zur Verbesserung der Situation von kognitiv eingeschränkten Patienten in der Notaufnahme“ hat das Krankenhaus Hedwigshöhe unter 230 Bewerbern den Zuschlag erhalten, weil hier mit der spezialisierten Gerontopsychiatrie und der Altersmedizin beste Voraussetzungen gegeben sind.

Ziel des Projektes: Menschen mit Demenz, die durch Lärm und Hektik in der Notaufnahme besonders beeinträchtigt sind, vor Überforderung und Ängsten zu bewahren. Nach wissenschaftlicher Auswertung der mit Pflegenden, Ärzten, Angehörigen und Rettungsdiensten geführten Interviews entstand die Idee, einen speziellen Rückzugsraum zu schaffen. Gestaltet wurde der Raum in Zusammenarbeit von TU Dresden (Fakultät Architektur), dem Architekturbüro „Cooperation 4“, der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik sowie der Pflegedirektion.

Im Juni 2017 ging die Warteinsel für Menschen mit Demenz in Betrieb. Weitere Anpassungen in den Notaufnahmen der St. Hedwig Kliniken erfolgen im jetzt laufenden letzten Projektjahr und sollen künftig auch für andere Kliniken genutzt werden.


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