Pflegeexperten

Das Pflegeteam im Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe ist professionell ausgebildet. Einige unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich darüber hinaus als Pflegeexperten für spezielle pflegerische Fachthemen qualifiziert und geben ihr Wissen regelmäßig im Team weiter.

Ansprechpartner für fachspezifische Fragestellungen

Unsere Pflegefachkräfte haben sich durch neue Anforderungen und die Weiterentwicklung der Pflege im Krankenhaus Hedwigshöhe zu spezialisierten Pflegethemen weitergebildet. Sie verfügen über aktuelles Expertenwissen und spezielle Fachkompetenzen zu verschiedenen pflegerischen Themen.

Von dieser Expertise profitieren unsere Patientinnen und Patienten in der täglichen Versorgung. Darüber hinaus sind die spezialisierten Pflegefachkräfte wichtige Ansprechpartner bei fachspezifischen Fragestellungen im Pflegeteam. Hierzu führen die Pflegexperten regelmäßig entsprechende Schulungen im Team durch.

Unsere Pflegeexperten arbeiten entsprechend unseres medizinischen Versorgungsangebotes im Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe in den folgenden Bereichen mit den aufgeführten Zusatzqualifikationen:

  • Psychiatrie: Bezugspflege, psychiatrische Beratung und Schulung, Deeskalationstraining, Ohrakupunktur
  • Intensivstation: Intensivpflege, Notfallversorgung
  • Notaufnahme: Manchestertriage, S.I.G.N.A.L.
  • Innere Medizin: Diabetesberatung, onkologische Fachpflege, Palliativpflege
  • Geriatrie: Zerkur, Bobathtraining
  • Gesamthaus: Wundmanagement, Hygienefachwissen, Belegungsmanagement

Lesen Sie mehr zu den Pflegefachkompetenzen im Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe

Die Fachkompetenz unserer Pflegenden, die auf der Intensivstation tätig sind, richtet sich nach dem Leistungsspektrum unserer Intensivstation. Das Leistungsspektrum basiert auf den Versorgungsaufträgen der verschiedenen Fachbereiche des Krankenhauses und der immer bereitzustellenden Notfallmedizin. Die intensive Pflege mit Unterstützung durch moderne Medizintechnik gewährleistet eine optimale Versorgung unserer Patienten rund um die Uhr. Die pflegerische Versorgung von Patienten auf der Intensivstation ist mit einer hohen und vielfältigen Fachexpertise der Pflegenden verbunden. Medizintechnik muss fehlerfrei bedient und ihre Datenangaben sicher bewertet werden. Auf unserer Intensivstation erfolgt die Dokumentation an jedem Patientenbett vollständig EDV-basiert. Das bietet größere Sicherheit für unsere Patienten.


Während der stationären Versorgung kann es zu einer Reanimation eines Patienten auf der Station kommen. Plötzlich von 0 auf 100, das heißt schnell und konzentriert handeln in Notfällen. Dies bedarf einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen dem Ärzte- und Pflegeteam. Ein sensibler Umgang mit den jeweiligen Krankheits- und Abhängigkeitsphasen, aber auch die individuelle Förderung der Ressourcen des Patienten ergänzen die medizinische Behandlung und Therapie. Das heißt, neben komplexer Gerätemedizin und akuter Notfallversorgung entsteht zwischen der zuständigen Pflegefachkraft und dem Patienten ein intensiver Kontakt.


Nicht nur Grenzsituationen wie Tod und Sterben sind bedrückende Momente, deren Verlauf oder Entscheidungen umfangreich erörtert werden müssen. Regelmäßige ethische Fallbesprechungen helfen Pflegenden und Ärzten, die vielfältigen Aspekte mit dem mutmaßlichen Patientenwillen in Einklang zu bringen. Dabei, aber auch um in der Routineversorgung eine möglichst individuelle Pflegeplanung abzustimmen, beziehen wir Ihre Angehörigen/Begleitpersonen so gut es geht in den Behandlungsprozess mit ein. Um Patienten zu helfen, die sich aufgrund von Sedierungen und Beatmung an Ereignisse und Entwicklungen nicht erinnern können, diese nachzuvollziehen und somit besser verstehen zu können, bieten wir das Schreiben im „Intensivtagebuch“ an.
Das Intensivtagebuch unterstützt, die verlorene Zeit der Beatmung zu rekonstruieren und senkt das Risiko für eine Posttraumatische Belastungsstörung bei Patienten und auch Angehörigen. Durch das Schreiben können sie sich entlasten und zugleich mit dem Patienten, trotz Bewusstseinseinschränkung, in den Kontakt gehen.


Um diese hochkomplexe und qualifizierte Versorgung durch die Pflegenden zu gewährleisten, ist eine gezielte Qualifizierung, im Sinne der Fachweiterbildung für Anästhesie- und Intensivpflege, aber auch andere Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu aktuellen Versorgungsthemen ein wesentlicher Bestandteil unserer Personalentwicklung. Kontinuierlich nehmen unsere Pflegenden, mit einer bereits zweijährigen Berufserfahrung auf einer Intensivstation, diese Qualifizierungsangebote wahr.

Die Versorgung von Menschen mit Diabetes, die sich aufgrund anderer Erkrankungen im Krankenhaus Hedwigshöhe befinden, ist oftmals nicht zufriedenstellend. Entweder ist die Diabeteserkrankung nicht bekannt oder sie wird verharmlost. Um die Situation der Diabetiker zu verbessern, hat sich im Krankenhaus Hedwigshöhe eine Mitarbeiterin aus der Pflege zur Diabetesberaterin ausgebildet.


Maria Witzke ist seit 2000 als Gesundheits- und Krankenpflegerin in Hedwigshöhe in der Klinik für Innere Medizin und seit 2011 zusätzlich auch als spezialisierte Diabetesberaterin tätig. Durch diese Qualifizierung können nun in Kooperation mit den behandelnden Ärzten an Diabetes erkrankte Patienten systematisch ermittelt und qualifiziert betreut werden.


In monatlich stattfindenden dreitägigen Schulungen laden wir neben stationären Patienten und interessierten Angehörigen auch gezielt Patienten aus Arztpraxen ein. Dabei informiert die spezialisierte Diabetesberaterin über die Erkrankung Diabetes Mellitus, über Ursachen, über mögliche Folgeerkrankungen und gibt Hinweise, was bei einer Entgleisung tun ist. Darüber hinaus lernen die Patienten, wie man sich richtig spritzt, wie der Blutzucker bestimmt werden kann, wie die individuelle Blutzucker-Einstellung mit Insulin funktioniert, wie man mit dem Blutzucker-Messgerät umgeht und wie ein Diabetikertagebuch geführt wird. Der Zusammenhang von Ernährung und Diabetes ist in der dreitägigen Schulung ein besonders wichtiger Bestandteil.


Zu allen Themen erhalten die Patienten ausreichend Informationsmaterial. Für Patienten, die sich im Krankenhaushaus Hedwigshöhe stationär befinden, steht die Diabetesberaterin bei Bedarf oder bei weiteren Fragen zur Verfügung. Zusätzlich zur Patientenberatung und -Schulung steht die Diabetesberaterin bei Fragen rund um den Diabetes auch allen Mitarbeitern über ein EDV gestütztes Konsil zur Verfügung. Bei Bedarf führt sie auch für erfahrene Pflegende, Ärzte und Berufsanfänger interne Fortbildungen durch. Jedes Jahr aktualisiert Maria Witzke ihr umfangreiches Erfahrungswissen durch gezielte Fortbildungen. Der Ablauf der Diabetesberatung und die Kontaktmöglichkeiten sind in einem Standard festgehalten und somit über das QM-Handbuch für alle Mitarbeiter zugänglich, die Ihnen als Patienten, bei Bedarf den Kontakt gerne vermitteln.

Viele Patienten und deren Angehörige erleben die Diagnose Krebs als existentielle Bedrohung. Der Schock und die Verzweiflung können so bedeutend sein, dass häufig die gesamte Lebensplanung in Frage steht. An Krebs erkrankte Menschen erleben neben den Existenzängsten oftmals auch das Gefühl der Mitverantwortung gegenüber den Angehörigen und ihnen nahe stehenden Menschen. Die Versorgung onkologischer Patienten stellt für die zuständigen Pflegenden eine besondere Herausforderung dar. Sie müssen neben ihrer pflegerischen Tätigkeit einerseits die Fassungslosigkeit und Verzweiflung der Erkrankten wahrnehmen und aushalten und andererseits fachgerechte Unterstützung geben.


Die Pflege und Therapie onkologisch erkrankter Patienten erfordert deshalb umfangreiche pflegefachliche und sozialkommunikative Kompetenzen. Dazu gehört, die unterschiedlichen, individuellen Bedürfnisse der Patienten zu erkennen und zu berücksichtigen, Sekundärerkrankungen zu verhindern, die Autonomie des Patienten zu wahren sowie die Lebensqualität zu verbessern bzw. zu erhalten.


Im Bereich der Onkologie steht im Krankenhaus Hedwigshöhe deshalb ein multiprofessionelles Team mit Mitarbeitern aus der Pflege, Fachärzten, einer Psychoonkologin, Seelsorgern, Sozialarbeitern und Physiotherapeuten zur Verfügung. Bei ihrer vielschichtigen Arbeit bezieht das multiprofessionelle Team auch die Angehörigen, sofern vom Patienten gewünscht, in den Behandlungsprozess ein. Speziell ausgebildete Fachkräfte, wie Stomatherapeuten, Wundmanager sowie Ernährungsberater und Berater für Heil- und Hilfsmittel unterstützen das multiprofessionelle Team bei der Behandlung und Versorgung von onkologisch erkrankten Patienten. Bei der täglichen Arbeit begleiten und unterstützen zusätzlich weitere speziell ausgebildete Fachkräfte für Onkologie und Palliativpflege die onkologisch-pflegerische Betreuung der Patienten und stehen den Mitarbeitern in der Pflege beratend zur Seite.


Im Krankenhaus Hedwigshöhe erhalten alle Mitarbeiter in der Pflege regelmäßig interne Fortbildungen zu aktuellen onkologischen Themen. Diese Fortbildungen werden durch die speziell ausgebildeten Pflegefachkräfte Thomas Trog und Gerlind Brasel durchgeführt. Aufgrund ihrer Fachweiterbildung Onkologische Pflege verfügen sie über komplexes Wissen und informieren die Mitarbeiter der Pflege in ihren Schulungen unter anderem zu folgenden Themen:

  • Kenntnisse über Prognose, Therapieziel und Maßnahmen der Prävention und Supportivtherapie
  • Umgang und Versorgung von Portsystemen
  • Erkennen von relevanten klinischen Veränderungen und Komplikationen
  • Erkennen sozialer und seelischer Notlagen
  • Palliativpflege und Sterbebegleitung

Durch den engen Kontakt zu onkologischen Patienten bauen Pflegende enge Beziehungen auf und laufen eventuell Gefahr, selbst an Grenzen zu stoßen und somit die notwendige professionelle Distanz zu verlieren. Für die Pflegenden ist es daher besonders wichtig, dass sie auf eine offene Gesprächskultur im Team achten. Sie wissen, dass sie Hilflosigkeit und Trauer zeigen dürfen und bei Bedarf Unterstützung und Begleitung durch die Seelsorge und/oder die Psychoonkologin erhalten können.


Zusätzlich führen wir ethische Fallbesprechungen durch, um auch in schwierigen, nicht immer eindeutigen Situationen, professionell entscheiden zu können. Um Kompetenzen zu stärken und den Umgang mit schwierigen Situationen zu erleichtern, hat die regelmäßige Teilnahme an den Fortbildungen zu onkologischen Themen im Krankenhaus Hedwigshöhe einen sehr hohen Stellenwert.


Ein weiterer wichtiger Aspekt in der onkologischen Behandlung ist die familienzentrierte Betreuung, also die Einbeziehung von Familienmitgliedern und nahestehenden Menschen. Studien haben nachgewiesen, dass sich diese Einbeziehung positiv auf den Heilungsverlauf auswirkt. Eine familienzentrierte Betreuung ermöglicht, den Angehörigen , ihre eigene gesundheitliche Balance zu halten oder wiederzuerlangen sowie mit Überforderungssituationen angemessener umgehen zu können. Dazu werden im Krankenhaus Hedwigshöhe entsprechende Fallsupervisionen regelmäßig angeboten und genutzt.

Das Bobath-Konzept ist ein bewegungstherapeutisches Behandlungskonzept, das für Menschen jeder Altersgruppe mit angeborenen bzw. erworbenen zerebralen Bewegungsstörungen, Entwicklungsverzögerungen, sensomotorischen Störungen sowie mit neuromuskulären Erkrankungen angewandt werden kann.


Andrea Schubert, Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der geriatrischen Station, hat 2015 die Weiterbildung zur Bobath-Trainerin bei der BIKA© absolviert. Seitdem hat sie das Bobath Konzept für die geriatrische Klinik im Krankenhaus Hedwigshöhe verfasst und ist sowohl geplant als auch konsiliarisch auf den Stationen präsent.

Um das erlernte Wissen kontinuierlich im Alltag umzusetzen, begleitet die Bobath-Trainerin alle geschulten Mitarbeiter in der direkten Patientenversorgung, leitet neue Mitarbeiter und Auszubildende an und unterrichtet zudem in der Alexianer Akademie für Gesundheitsberufe Berlin/Brandenburg.


Die „Methoden” des Bobath-Konzeptes sind Lernangebote, die dem Patienten nach einem individuellen pflegerischen Befund von Problemen, Ressourcen und Pflegezielen wiederholt und gezielt entgegengebracht werden.

Lernangebote der Pflegetherapie sind insbesondere die Lagerung (Vermeidung bzw. Hemmung von assoziierten Reaktionen), das Handling (Bewegungsanbahnung) und das Selbsthilfetraining (Anbahnung der Selbstpflegefähigkeit).


Das Bobath-Konzept ist ein sogenanntes 24-Stunden-Konzept, das interdisziplinär von Pflegenden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Ärzten angewandt wird. Das Handling ist im Therapieplan verankert und wird auf der geriatrischen und gerontopsychiatrischen Station im Krankenhaus Hedwigshöhe seit mehreren Jahren angewandt. Ziel ist dabei, die Selbstständigkeit des Patienten in den Aktivitäten des täglichen Lebens zu verbessern oder zu erhalten. Dauernde Pflegebedürftigkeit und Abhängigkeit von fremder Hilfe kann so in vielen Fällen verhindert werden. Die Patienten lernen ihren Körper wieder besser wahrzunehmen und erlangen Mut und Selbstvertrauen zur Eigenbewegung. Somit gibt es nicht nur einen Nutzen für den Patienten, sondern auch einen ökonomischen Nutzen für das Gesundheitssystem.


Die Patienten auf der geriatrischen Station haben ein hohes Alter und sind häufig multimorbide erkrankt. Häufige Krankheitsbilder sind z. B. Schenkelhalsfrakturen sowie Hüft- und Knie TEP´s. Patienten mit internen und neurologischen Erkrankungen (z. B. Parkinson), mit Schlaganfall oder Hirnblutungen stellen hier einen geringen Anteil dar. Die Behandlung nach dem Bobath-Konzept trägt in hohem Maße zur Kontraktur-, Dekubitus- und Pneumonieprophylaxe bei und kann somit helfen, nosokomiale Erkrankungen zu verhindern. Alle Pflegemitarbeiter und ausgewählte Physiotherapeuten absolvieren einen 14-tägigen Grundkurs und später folgend einen Refresherkurs, der von Bobath Konstrukteurinnen der BIKA© geleitet wird.


Die Arbeit nach dem Bobath-Konzept hat auch eine rückenschonende Wirkung für den Behandelnden. Das wirkt sich gesundheitserhaltend oder gesundheitsfördernd bei unseren Mitarbeitern aus. Der Ablauf des Bobath-Konzept´s und die Kontaktmöglichkeiten sind in einem Standard festgehalten und für alle Mitarbeiter zugänglich.

Chronische oder schlecht heilende Wunden verursachen Schmerzen, Einschränkungen der Mobilität und können die Lebensqualität erheblich einschränken. Operative Eingriffe, die Behandlung von diabetischen Erkrankungen oder andere Risikofaktoren können die Wundheilung erschweren oder zu chronischen Wunden führen. Deshalb sind aktuelle Kenntnisse über die sachgerechte Beurteilung, Dokumentation und Beratung sowie eine moderne, phasengerechte Wundversorgung unerlässlich. Im Krankenhaus Hedwigshöhe kümmern sich zertifizierte Wundexperten in enger Zusammenarbeit mit den Ärzten um die Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden, und tragen dazu bei, die Heilung von Wunden zu fördern.


Sven Dreißig, Gesundheits- und Krankenpfleger auf der Intensivstation beteiligt sich bereits seit Jahren an der Arbeitsgruppe „Wundmanagement“ im Krankenhaus Hedwigshöhe. Um sein Fachwissen zu vertiefen, hat er das Basisseminar Wundexperte® (ICW) besucht und absolviert derzeit das Aufbauseminar: Fachtherapeut Wunde® (ICW), mit folgenden Schulungseinheiten:

  • Pathophysiologie, Anamnese und allgemeine Diagnostik chronischer Wunden
  • Ulcus Cruris Venosum, Arteriosum, Mixtum
  • Dekubitus
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Spezielle Wundarten
  • Tumorwunden
  • Thermisch bedingte Wunden
  • Dermatologische Wunden
  • Postoperative Wundheilungsstörungen
  • Schmerz

Im Rahmen eines Konsildienstes ist der Wundmanager Ansprechpartner bei allen Fragen rund um das Thema Wunde. Gemeinsam mit den anderen Wundexperten der Stationen informiert, berät und leitet er die Kollegen fachkompetent im Rahmen der Wundprophylaxe und bei Verbandwechseln an.


Ein Standard zur Wundversorgung sichert klare Aufgabenbereiche und Tätigkeitsfelder. (Auszug):

  • Fachgerechte Wundversorgung nach aktuellen Kenntnissen
  • Beurteilung und Dokumentation chronischer und/oder schlecht heilender Wunden mit anschließender Empfehlung zur Weiterbehandlung
  • Planung und Durchführung von Wundvisiten
  • Teilnahme an Pflegevisiten Arbeitsgruppenleitung der „AG Wundmanagement“
  • Weiterentwicklung des Standards
  • Aufbau und Fortführung eines standardisierten Screenings, einzelner diagnostischer Maßnahmen und Therapien in Absprache mit dem ärztlichen Dienst
  • Erstellung eines Behandlungs- und Empfehlungsberichtes
  • Beratung der Patienten und deren Angehörige zur Versorgung von chronischen und/oder schlecht heilenden Wunden
  • Stationsübergreifende Erfassung aller chronischen und Problemwunden und den erfolgten Maßnahmen, jährliche Auswertung in der Pflegedirektion
  • Evaluation aller Maßnahmen nach Kriterien der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit
  • Durchführung interner Schulungs-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen mit praktischen Beispielen zum Thema „Wundmanagement“
  • Einsatz und Entwicklung erlössteigernder Maßnahmen

Mit Blick auf bestmögliche Therapieergebnisse, sowie Qualität und Kosten der Wundbehandlung, sind im interdisziplinären Versorgungsprozess chronischer Wunden eine koordinierte, leitliniengestützte Zusammenarbeit aller Beteiligten und besondere Fachkenntnisse gefragt. Regelmäßige Fort- und Weiterbildung, die berufsübergreifende Zusammenarbeit und die Fachex-pertise der Hygieneabteilung fördert die Versorgungsqualität von chronischen Wunden. Davon profitieren die Patienten mit schnellerer Schmerzfreiheit, rascherer Genesung, besserer Mobilität und Verbesserung der Lebensqualität. Die Abläufe für das Wundmanagement und die Kontaktmöglichkeiten sind in einem Standard festgehalten und für alle Mitarbeiter zugänglich.

Das zentrale Belegungsmanagement koordiniert und steuert alle Aufnahmen von Patienten, bei denen ein Krankenhausaufenthalt geplant ist. Hier werden alle Patienten einer entsprechenden Station zugewiesen und Verlegungen organisiert. Im Krankenhaus Hedwigshöhe wird die Koordinierung der Bettenbelegung durch Dagmar Ullrich koordiniert. Bei einem erfreulich hohen Patientenaufkommen war es notwendig, eine koordinierende Stelle für die Bettenbelegung zu implementieren, um vorhandene Bettenkapazitäten zu disponieren und somit allen Patienten einen adäquaten Behandlungsplatz zur Verfügung zu stellen.


Die Belegungsmanagerin koordiniert und lenkt alle stationären Aufnahmen, sowie interne und externe Rückverlegungen, wie z. B. von der Intensivstation auf die Normalstationen oder in andere Krankenhäuser. Das Belegungsmanagement ist über die Gesamtbelegung, die Entlassungen, sowie den Einbestellungen in die Sprechstunden für die somatischen Kliniken, wie Chirurgie, Geriatrie, Innere Medizin, Kardiologie und Unfallchirurgie informiert. Dazu findet wochentags nach den Visiten und mit Blick auf das anstehende OP-Programm eine Besprechung zur Belegungssituation statt. Dabei werden alle notwendigen Informationen für benötigte Behandlungsplätze (Betten) besprochen und verplant. Eine interdisziplinäre Belegung ist bereits seit Jahren etabliert und wird entsprechend genutzt. Somit ist das Belegungsmanagement eine wichtige Schnittstelle zwischen den somatischen Stationen, der Notaufnahme und den Funktionsbereichen.


Verbindliche Grundlage und Struktur für das Belegungsmanagement schafft das gemeinsam mit den Kliniken abgestimmte „Belegungsstatut“. Auch hygienische Anforderungen sind hier definiert und werden bei der Bettenbelegung genauso berücksichtigt wie der akute Gesundheitszustand des Patienten, z. B. Einzelzimmerbedarf in der Palliativphase. Mit dem entsprechenden fachspezifischen Wissen, den strukturellen Kenntnissen und besonderen Kommunikationskompetenzen obliegt der Belegungsmanagerin die eigenständige Lenkung von geplanten und ungeplanten Aufnahmen.


Die Abläufe für das Zentrale Belegungsmanagement und die Kontaktmöglichkeiten sind in einem Standard festgehalten und für alle Mitarbeiter zugänglich.

Schwerpunkt der psychiatrischen Pflege im Krankenhaus Hedwigshöhe ist die Bezugspflege.

Unseren psychiatrischen Patienten stellen wir eine pflegerische Vertrauensperson an ihre Seite. Die Pfegekraft übernimmt als Bezugsperson während der gesamten Behandlungsdauer in unserem Haus das bedarfsorientierte Ressourcen- und Problemmanagement. Das bedeutet für Sie als Patient, dass Ihre Bezugsperson Ihr erster Ansprechpartner ist, in allen Dingen, die Ihren Krankenhausaufenthalt betreffen. Diese im psychiatrischen Bereich praktizierte Bezugspflege ermöglicht uns eine professionelle, geplante Pflege unserer Patienten. Aus unseren Erfahrungen wissen wir, dass Patienten von der guten und vertrauensvollen Beziehung auch in Krisenzeiten profitieren.


Wir setzen voraus, dass der Aufbau einer Beziehung zu unseren psychiatrischen Patienten eine generell therapeutisch-pflegerische Aufgabe ist. Deshalb versuchen wir durch die Methode der Bezugspflege in aktiver Weise einen dauerhaften Kontakt und  eine tragfähige Beziehung zu gewährleisten. Die Bezugspflege ist Kennzeichen unserer Haltung, bei der sozialpsychiatrisches Handeln berufliches Selbstverständnis ist.

Es ist unser Ziel, die uns anvertrauten Patienten in ihrer individuellen und selbstständigen Lebensführung zu unterstützen. Für vertrauliche Gespräche steht Ihnen Ihre Bezugspflegekraft gerne zur Seite und begegnet Ihnen auf Augenhöhe.


nach oben