Begleiten und beistehen

Wenn durch Krankheit oder Trauer der gewohnte Lebensrhythmus unterbrochen ist, suchen Menschen nach Orientierung und Halt. In diesen Situationen möchten wir Sie begleiten und Ihnen beistehen. Unsere Seelsorge unterstützt Sie bei der Suche nach Ihren persönlichen Kraftquellen. 

Besinnung, Kraft und Begegnung

In schwierigen Lebenssituationen finden viele Menschen Ruhe und Kraft in der Spiritualität und im Glauben an Gott. Unser Team der Seelsorge im Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe ist für Sie da, um mit Ihnen zu beten, Ihnen in einer Krankensalbung oder auch im Zuspruch des Segens Halt zu geben und Gottes Nähe erfahrbar zu machen. 

Vielleicht suchen Sie Besinnung und Stille. Wir begleiten Sie zum Kraftschöpfen gerne in die Kapelle oder zu ruhigen Orten des Verweilens auf unserem Krankenhausgelände - fernab vom medizinischen Alltag. Wenn Sie oder Ihre Angehörigen das Gefühl haben, ein persönliches Gespräch könnte Ihnen gut tun, nehmen wir uns Zeit für Sie.

Offen für alle Menschen

Wir kommen gerne zu Ihnen und sind Wegbegleiter, unabhängig davon, welcher Konfession oder Religion Sie angehören. Wenn Sie es wünschen, vermitteln wir Ihnen auch den Kontakt zu anderen Glaubensgemeinschaften.  

Persönliche Besuche und Gespräche
Sie wünschen sich einen Besuch und ein persönliches Gespräch über das, was Sie gerade bewegt? Dann sind wir für Sie da. Wenn es Ihre Kraft und die Ärzte erlauben, gehen wir mit Ihnen auch in einen Besprechungsraum oder an einen der schönen Orte zum Verweilen auf unserem Gelände. Bei Bedarf fahren wir Sie auch gerne dorthin.


Andachten in unserer St. Hedwigskapelle im Krankenhaus Hedwigshöhe
Zu Kirchenfesten und verschiedenen Anlässen wie zum Beispiel zu Weihnachten, zur Fastenzeit oder zum Erntedank,  laden wir unsere Patientinnen und Patienten gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ökumenischen Andachten in die St. Hedwigskapelle ein. Die Andachten sind christlich ausgerichtet und werden musikalisch mit der Orgel oder anderen Instrumenten begleitet.

Mehrmals im Jahr laden wir auch zu Abendandachten im Stil und Geist der Bruderschaft von Taizé ein.
Unsere Einladung richtet sich an alle Menschen, die offen sind und Interesse an Spiritualität und Glauben haben – unabhängig von Glaubensbekenntnis oder Weltanschauung. Wir weisen rechtzeitig durch Plakate auf den Stationen und in den Schaukästen auf die Termine hin.


Heilige Messen 
Als katholisches Krankenhaus freuen wir uns, dass auch die katholische Ortsgemeinde in unserem Haus präsent ist. Regelmäßig am Samstag um 17.00 Uhr und am Mittwoch um 9.00 Uhr feiern wir in der Kapelle mit den Gemeindemitgliedern eine Heilige Messe. Auch in der Kapelle des Seniorenzentrums St. Michael findet in der Regel einmal wöchentlich am Freitagmorgen eine hl. Messe statt.
Zu allen Gelegenheiten sind alle Patienten, Angehörige, Freunde, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herzlich eingeladen. Wenn Sie den Weg nicht alleine zurücklegen können, wenden Sie sich bitte rechtzeitig vorab an unser Pflegepersonal. Sie werden dann von unseren Mitarbeitern des Hol- und Bringedienstes unterstützt.


Krankenkommunion 
Unsere katholische Krankenhausseelsorgerin, Barbara Müller, bringt auf Wunsch die Krankenkommunion zu Ihnen ins Zimmer oder begleitet Sie zu einer kleinen Kommunionfeier in die Kapelle. Für das evangelische Krankenabendmahl steht unsere evangelische Pfarrerin, Ulrike Becker, gerne zur Verfügung.


Krankensalbung und Beichtgelegenheit 
Wenn Sie die Krankensalbung empfangen oder beichten möchten, informieren wir gerne einen katholischen Priester aus der Umgebung, der Sie schnellstmöglich besuchen wird.


Konzerte und Feiern
Musik ist eine Sprachform der Seele, überwindet die Grenzen der Bekenntnisse und baut Brücken zu den Herzen. Darum sorgen wir auch dafür, dass unsere St. Hedwigskapelle immer wieder ein „Klang-Raum“ wird: wir laden in unregelmäßiger Folge Musiker und Chöre ein, bei uns aufzutreten und zu musizieren und für Ihr Wohl-Sein bei uns zu sorgen. – Auf alle Veranstaltungen weisen wir besonders hin.


Unser Selbstverständnis

Die Seelsorge in den Alexianer-Einrichtungen steht in der Tradition der Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder und bezieht ihren Auftrag aus der Botschaft Jesu. Ihr biblischer Leitspruch „caritas christi urget nos“ - Die Liebe Christi drängt uns (2 Kor 5,14) - inspiriert das Handeln der Seelsorge. 


In der Tradition der Borromäerinnen

Im Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe führen wir die Tradition der Borromäerinnen fort, die seit Gründung des Krankenhauses 1941 hier tätig waren. Die Ordensfrauen vom hl. Karl Borromäus arbeiten bereits seit 1846 in den St. Hedwig Kliniken und sind dort noch heute in der Seelsorge aktiv.

Im Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe sind die Ordensfrauen nicht mehr tätig. Dennoch haben Sie hier die Atmosphäre entscheidend beeinflusst. Im Geiste der Schwestern begegnen wir unseren Patienten mit christlicher Nächstenliebe, Achtsamkeit und Respekt.

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus zu Trier ist hervorgegangen aus einer Wohlfahrtsstiftung des Emmanuel Chauvenel, einer sogenannten "Charité", die er 1652 zu Nancy (Lothringen) errichtete. Angeregt durch den Geist des Evangeliums übernahmen die Schwestern die Aufgabe, "arme Kranke, die jeder Hilfe entbehren, zu besuchen, ihnen zu helfen, sie zu trösten und Sorge zu tragen, dass ihnen die Sakramente der Kirche gespendet werden."


Der Gründer stellte seine Stiftung unter den Schutz der Heiligen Familie und gab den Mitgliedern den Namen "Schwestern von der Heiligen Familie". Nach einem ihnen zugewiesenen Haus "Saint Charles" wurden sie vom Volk "Schwestern von der Charité St. Charles" und später in Deutschland "Borromäerinnen" genannt. Ihre Hauptpatrone sind daher die Heilige Familie und der hl. Karl Borromäus.


Seit 1810 breitete sich die Kongregation auch in Deutschland, besonders im Bistum Trier, aus. Im Jahr 1849 wurde für die deutschen Niederlassungen eine eigene Provinz errichtet mit dem Provinzialmutterhaus in Trier. Bedingt durch den preußischen Kulturkampf wurde die Provinz 1872 von Rom als selbstständige Kongregation erklärt mit dem Mutterhaus in Trier. Daher sind sie in Deutschland auch als Trierer Borromäerinnen bekannt.

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus zu Trier ist eine Kongregation päpstlichen Rechts (1859) mit apostolisch-caritativer Tätigkeit.


Die Schwestern wirken in Deutschland, Niederlande und Tansania in der Kranken- und Altenpflege, in der Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Kindergärten, Kindertagesstätten und Horten, in Heimen und Schulen, in verschiedenen Seelsorgebereichen, in der Aussiedlerbetreuung und in der Wirtschaftsführung kirchlicher Einrichtungen.

Seit 1970 sind alle sieben Kongregationen der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus, die aus dem Stamm-Mutterhaus Nancy hervorgegangen sind, in einer Föderation verbunden.


Die Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus haben seit der Gründung des St. Hedwig-Krankenhauses die unterschiedlichsten Aufgaben wahrgenommen und die christliche Atmosphäre im Krankenhaus geprägt. Hier haben zeitweise 80 Ordensschwestern gewirkt. Noch heute sind die Borromäerinnen in der Krankenhausseelsorge und in verschiedenen anderen Diensten im Krankenhaus tätig.


Unsere Schutzpratronin: Heilige Hedwig

Die Heilige Hedwig, Herzogin von Schlesien, ist Namensgeberin und Schutzpatronin der St. Hedwig Kathedrale und des St. Hedwig-Krankenhauses. Ihr Name bedeutet: Die Streitbare, die Kämpferin. Ihr Name steht auch für ihren Lebensweg. Beispielhaft ist für uns ihr Leben und Wirken in tätiger Nächstenliebe. In unseren Andachten, Heiligen Messen und in der Seelsorge erinnern wir regelmäßig an unsere Namensgeberin. 

Die Heilige Hedwig wurde im Jahre 1174 in Andechs am Ammersee in Bayern geboren. Gestorben ist sie am 15.10.1243 im Kloster Trebnitz in Schlesien.


Mit zwölf Jahren wurde sie dem 18jährigen Piastenherzog Heinrich von Schlesien und Polen angetraut. Was kaum möglich schien, trat ein: Die Ehe wurde ausgesprochen glücklich. Bereits mit dreizehn Jahren gebar Hedwig ihr erstes Kind, im Laufe der Jahre kamen sechs weitere hinzu. Bis zu Heinrichs Tod lebte das Ehepaar in Glück und Harmonie zusammen.

Im Jahre 1201, also mit 27 Jahren, wird sie Herzogin von Schlesien. Sie kommt in ein fremdes und armes Land, in dem polnisch gesprochen wird. Um die ihr anvertrauten Menschen zu verstehen, erlernt sie als Herzogin die polnische Sprache. Das war für diese Zeit eine Sensation.


Hedwig widmete sich während ihres ganzen Lebens in Schlesien dem Wohl ihres Volkes und der Vertiefung des christlichen Glaubens in der Bevölkerung. Neben zahlreichen Spitälern und Krankenpflege-Einrichtungen stiftete sie auch das berühmte Zisterzienserinnenkloster in Trebnitz im Norden von Breslau. Es war dies der erste Frauenkonvent in Schlesien. Auch ebnete Hedwig den Weg für die Vertreter zahlreicher Orden.


Hedwig von Schlesien musste aber auch viel Leid ertragen. Ihr Heimatschloss Andechs wurde völlig zerstört, ihre Schwester Gertrud fiel einem Mordanschlag zum Opfer, 1238 starb ihr Mann, und nur drei Jahre später fiel ihr ältester Sohn Heinrich II. im Kampf gegen die Tataren.

Nach dem Tod des Sohnes zog sich Hedwig in ihr Kloster Trebnitz zurück, wo sie am 15. Oktober 1243 knapp 70jährig starb. Hier in ihrer Lieblingsstiftung fand die Herzogin auch ihre letzte Ruhestätte.


Papst Klemens IV. sprach Hedwig bereits 1267 heilig.


Wir möchten Ihnen ein Umfeld bieten, in dem Sie heiler und gesünder werden können. Auf unserem Krankenhausgelände gibt es einige besondere Orte, die dazu einladen, dem eigenen Inneren, der Seele Raum zu geben und damit der notwendigen medizinischen Versorgung einen ganzheitlichen Rahmen zu geben.
Sie sind herzlich eingeladen, diese für sich zu entdecken oder sich von uns dorthin begleiten zu lassen:

Unsere katholische Hedwigskapelle ist täglich von 8.00 – 18.00 Uhr für Sie geöffnet. Lassen Sie sich vom sanften, farbigen Licht und der Stille zur inneren Ruhe bringen oder Ihre Gedanken in ein Gebet münden. Entzünden Sie eine Kerze für Ihr Herzensanliegen und lassen sie im Kerzenständer vor der Marienfigur stellvertretend brennen. Oder tragen Sie ein paar Sätze in das Buch „Danken – Bitten – Fragen“  ein, das auf einem Lesepult neben der Orgel liegt. Das große Hängekreuz über dem Altar kann Ihrem Blick eine Richtung geben, ebenso wie der Tabernakel. Beide laden ein, über sich hinauszuwachsen und zu hoffen.


Hinter dem Altbau, der Villa, senkt sich das Gelände in Richtung Buntzelstraße ab. Unter alten Bäumen steht ein großes Kreuz, in der Nähe befinden sich ein paar Sitzbänke. Schöpfen Sie dort im Verweilen Luft und Kraft.


Oder besuchen Sie unsere Gärtnerei und den Streichelzoo. Dort wachsen viele unserer Zierpflanzen heran, aber auch Gemüse, z.B. Kürbisse, Tomaten, und duftende Kräuter. Mitten in der bunten Umgebung warten eine Patientenlounge sowie Sitzbänke auf Ihren Besuch.  Lassen Sie sich von den freundlichen KollegInnen einen Kaffee geben und erfreuen sich an unseren Hühnern, Meerschweinchen, Kaninchen und den drei Ziegen. Vielleicht lernen Sie auch den Kater Kora oder Hund Willi kennen.


Der Findling auf dem Falkenberg ist der höchste Punkt des Geländes. Mit wenigen Schritten gelangen Sie über einen Gehweg hinter Haus A dorthin. Der Blick über weite Teile Berlins und die Gebäude des Krankenhauses kann uns lehren, auch Enges und Ängstigendes aus der Höhe zu betrachten und befreienden Abstand zu gewinnen  – Fast immer weht dort oben ein leichter Wind und erzählt von den Veränderungen des Lebens.


Vor dem Eingang des benachbarten Seniorenzentrums St. Michael erfrischt in den warmen Monaten ein Brunnenstein Sinne und Gemüt, umgeben von duftenden Rosen und anderen Blumen. Sie finden in der Nähe Sitzgelegenheiten für sich und Ihre Gäste.


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