Um Patient*innen noch gezielter helfen zu können, bietet das Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe nun eine moderne Behandlungsmethode an: die sakrale Neuromodulation (SNM).
Wenn bewährte Therapien nicht ausreichen
Zu Beginn jeder Behandlung steht eine sorgfältige Diagnostik. In einem vertraulichen Gespräch werden die Beschwerden erfasst und mögliche Ursachen abgeklärt. Je nach Befund kommen unterschiedliche Untersuchungen zum Einsatz. In vielen Fällen wird zunächst eine konservative Therapie empfohlen, zum Beispiel eine Ernährungsanpassung, Beckenbodentraining oder eine begleitende Biofeedback-Therapie. Wenn diese Maßnahmen jedoch keinen ausreichenden Erfolg bringen, kann die sakrale Neuromodulation eine zusätzliche Behandlungsoption sein.
Was ist sakrale Neuromodulation?
Die sakrale Neuromodulation ist ein schonendes Verfahren, bei dem bestimmte Nerven im Beckenbereich gezielt stimuliert werden. Diese Nerven steuern unter anderem den Beckenboden und den Schließmuskel. Durch die sanfte elektrische Stimulation können die Signale zwischen Nerven und Muskeln verbessert werden – in vielen Fällen mit einer deutlichen Linderung der Beschwerden.
Testphase vor der dauerhaften Behandlung
Bevor die Behandlung dauerhaft erfolgt, wird zunächst eine Testphase durchgeführt. Dabei wird in einem kurzen, risikoarmen Eingriff eine vorübergehende Elektrode eingesetzt, die für etwa drei Wochen mit einem externen Gerät verbunden ist. Zeigt sich in dieser Zeit eine spürbare Besserung, kann anschließend ein kleiner Schrittmacher dauerhaft unter der Haut implantiert werden.
Mehr Lebensqualität für Betroffene
Mit der Einführung der sakralen Neuromodulation erweitert das Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe sein Behandlungsspektrum bei Stuhlinkontinenz. Ziel ist es, Patient*innen eine weitere wirksame Möglichkeit zu bieten, ihre Beschwerden zu lindern und ihre Lebensqualität spürbar zu verbessern.
Ansprechpartner
Die Behandlung wird in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie angeboten. Weitere Informationen und Terminvereinbarung über das Chefarztsekretariat.